Der positive Trend am Arbeitsmarkt im Weserbergland setzt sich weiterhin fort: Im MĂ€rz ist die Zahl der Arbeitslosen um 191 auf 11.672 Menschen gesunken (-1,6 Prozent). Zum Vorjahr zeigt sich ein Minus von 1.046 arbeitslos gemeldeten Personen (-8,2 Prozent). Mit 6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte unter der Quote von MĂ€rz 2018. GegenĂŒber dem Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen bei den Arbeitsagenturen um 239 auf 4.090 (-5,5 Prozent). Bei den drei Jobcentern im Agenturbezirk waren es mit 7.582 Personen 48 MĂ€nner und Frauen mehr als noch im Februar. Der Vergleich zum Vorjahr offenbart jedoch ein deutliches Minus: Vor einem Jahr waren noch 1.067 mehr Menschen im Hartz IV-Bezug. Dies entspricht einem Minus von 12,3 Prozent.

Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Agentur fĂŒr Arbeit Hameln, erklĂ€rt: „Das Wetter wird besser und die Unternehmen mit AußentĂ€tigkeit, wie Baubetriebe und Handwerker, haben gut gefĂŒllte AuftragsbĂŒcher. Davon profitieren wie jedes Jahr nach den Wintermonaten insbesondere die arbeitslosen MĂ€nner durch Wiedereinstellung.“

Ausbildungsmarkt

Das aktuelle Berufsberatungsjahr lĂ€uft vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019. 2.281 junge Menschen haben bisher die Berufsberatung der Agentur fĂŒr Arbeit Hameln in Anspruch genommen. Aktuell suchen 1.441 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nach einer Ausbildungsstelle. 2.179 Ausbildungsstellen wurden seit Jahresbeginn fĂŒr das Ausbildungsjahr 2019 gemeldet. Davon sind im MĂ€rz noch 1.557 Stellen unbesetzt. „Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres gibt es noch geringfĂŒgig mehr offene Ausbildungsstellen als gemeldete Bewerber, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz suchen. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ suchen die Jugendlichen nicht nur nach einer Ausbildungsstelle, sondern haben auch die Option auf einen weiteren Schulbesuch oder ein Studium. Ausbildungsbetriebe sollten sich daher möglichst zeitnah entscheiden, um die Bewerber an sich zu binden“, bilanziert Durchstecher.

AuslÀnder/Flucht

Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im MĂ€rz 2.844 AuslĂ€nder arbeitslos gemeldet, also 371 weniger als im Vorjahr. Zu der Gruppe der AuslĂ€nder gehören sowohl Personen, die schon lĂ€nger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene, geflĂŒchtete Menschen.
Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im MĂ€rz auf 1.215 Personen (+ 60 zum Vormonat).

ArbeitskrÀftenachfrage

Der Bestand an offenen Stellen stieg im MÀrz leicht an und bestÀtigt sein hohes Niveau: 3.215 Stellen waren zu besetzen, 93 mehr als im Vormonat, jedoch 63 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind bereits 2.657 neue Stellen eingegangen, 19 weniger als im Vorjahr. Im Gegensatz zu vielen anderen Landkreisen in Niedersachsen steigt im Vergleich zum Vormonat in den Kreisen Hameln-Pyrmont (+4,5 Prozent) und Holzminden (+19,7 Prozent) die Zahl der ZugÀnge an gemeldeten Stellen.

UnterbeschÀftigung

ErgĂ€nzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur fĂŒr Arbeit Angaben zur UnterbeschĂ€ftigung. Hiermit werden neben den Arbeitslosen auch Personen dargestellt, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind.1 Die UnterbeschĂ€ftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorlĂ€ufigen Angaben im MĂ€rz 16.341 Personen, das waren 260 weniger als im Vormonat und 723 weniger als im vergangenen Jahr (-4,2 Prozent). Die UnterbeschĂ€ftigungsquote betrug 8,2 Prozent; im MĂ€rz des vergangenen Jahres hatte sie bei 8,7 Prozent gelegen.

Entwicklung in den Landkreisen

Vergleichbares Bild in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg: Im MĂ€rz 2019 ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat gesunken (HM-PY -1,9% / SHG -1,3% / HOL -1,7%), im Vergleich zum Vorjahr weiterhin deutlich: HM-PY -8,2% / SHG -9,9% / HOL -4,6%.

Im saisonsensibleren Rechtskreis SGB III meldeten die Arbeitsagenturen saisonal bedingt weniger Arbeitslose als im Februar (HM-PY -4,6% / SHG -7,0% / HOL -4,4%). Im Bereich der Grundsicherung ist bei den Jobcentern in den Landkreisen Hameln-Pyrmont (-0,2 Prozent) und Holzminden (-0,1 Prozent) ein minimales Minus zum Vormonat zu verzeichnen.

Im Landkreis Schaumburg lÀsst sich ein leichtes Plus von 1,9 Prozent beobachten.

(red)