Seit Jahresbeginn und damit seit 3 Wochen ist das fĂŒr die Einsammlung der Gelben SĂ€cke zustĂ€ndige Abfuhrunternehmen, die Firma REMONDIS Kiel GmbH nicht in der Lage, seinen vertraglichen Verpflichtungen vollumfĂ€nglich nachzukommen. In Teilbereichen des Landkreises wurde die Abfuhr trotz Aufforderung durch die KreisAbfallWirtschaft (KAW) bereits zum zweiten Mal nicht durchgefĂŒhrt. Aus diesem Grund ist die KAW bereits in der vergangenen Woche eingesprungen und hat im Rahmen der Möglichkeiten einen Teil der Nachsammlung stehen gebliebener SĂ€cke ĂŒbernommen.

Die KAW hatte dem von der Dualen System Deutschland GmbH beauftragten Unternehmen REMONDIS eine Frist zur Nachsammlung bis zum 16. Januar 2019 gesetzt. Diese Frist und auch die Versicherung, alle Reklamationen bis zum letzten Wochenende abzuarbeiten, hat REMONDIS allerdings nicht eingehalten. Zwischenzeitlich hatten die Hauptverwaltungsbeamten der kreisangehörigen StĂ€dte und Gemeinden auf Initiative von Landrat Tjark Bartels „Brennpunkte“ gemeldet, wo möglichst kurzfristig eine Abfuhr vorzunehmen war. Regelrechte Fluten von Beschwerden aus der Bevölkerung haben den Kundenservice der KAW und auch die Kreisverwaltung zeitweise „lahmgelegt“ und beeintrĂ€chtigen noch immer in hohem Maße das TagesgeschĂ€ft.

Um die Straßen im Landkreis von liegen gebliebenen Gelben SĂ€cken zu befreien ist die KAW, obwohl sie gar nicht mehr zustĂ€ndig ist, seit letztem Freitag als „Feuerwehr“ im Einsatz.

„Im Rahmen der Ersatzvornahme hat die KAW am Freitag mit drei Fahrzeugen stehengebliebene „Gelbe SĂ€cke“ im Bereich der Stadt Hameln und im Bereich Hessisch Oldendorf eingesammelt. Da auch weiterhin keine Entspannung der Situation absehbar war, ist die KAW noch bis heute mit zwei Fahrzeugen in Emmerthal und CoppenbrĂŒge im Einsatz“, erklĂ€rt Sabine Thimm, Leiterin der KAW. Die Firma REMONDIS hat Nacharbeiten in den ĂŒbrigen Bereichen des Landkreises vorgenommen und ist nach eigener Aussage ab morgen „auf dem Laufenden“.

„Sollten dennoch weiterhin Abfuhrprobleme auftreten, teilen Sie diese bitte in jedem
Fall der REMONDIS-Hotline unter 0800-122 32 55 mit“, rĂ€t Thimm.
„Im Interesse unserer BĂŒrger mussten wir in das von REMONDIS verursachte Chaos
eingreifen. SelbstverstĂ€ndlich konnte die KAW nicht ĂŒberall gleichzeitig einspringen,
dennoch danke ich noch einmal dem gesamten Team der KAW fĂŒr die
Extraschichten“ so Landrat Tjark Bartels.

Am Donnerstag wird es ein GesprÀch mit der Duale System Deutschland
GmbH und REMONDIS geben, in dem beide Unternehmen zu einer ErklÀrung
aufgefordert werden.

„Uns interessiert natĂŒrlich besonders, wie die termingerechte Abfuhr der Gelben
SĂ€cke von nun an sichergestellt werden soll. Außerdem werden wir ĂŒber die bei der
KAW entstandenen Zusatzkosten zu sprechen haben“ betont Bartels abschließend. (red)