„Es ist überwältigend“ – Schulpreis bekommt einen Ehrenplatz in der ESS

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Die Elisabeth-Selbert-Schule gewinnt den Deutschen Schulpreis 2017
Die Elisabeth-Selbert-Schule gewinnt den Deutschen Schulpreis 2017. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

So richtig können es die Schüler und Lehrer der Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln noch gar nicht glauben: Am gestrigen Montag gewann die berufsbildende Schule den Deutschen Schulpreis in Berlin. „Es ist überwältigend! Wir sind sehr stolz und überglücklich“, berichtet Barbara Bremert, Stellvertretende Schulleiterin. „Wir sind sehr dankbar und ich freue mich besonders, dass die berufsbildenden Schulen nun mal im Mittelpunkt stehen“, sagt Schulleiterin Gisela Grimme, die den Preis in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht bekam.

Die Schule aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont darf sich nun beste Schule Deutschlands nennen und gewann ein Preisgeld von 100.000 Euro. Erste Ideen was die Schule mit dem Gewinn anstellen möchten gibt es bereits: „Wir wollen ein paar Räumlichkeiten neu gestalten, um das individuelle Lernen zu fördern und ein paar Aktivitäten für alle Schüler finanzieren“, erklärt Bremert. Als Beispiel verweist sie auf ein Theaterprojekt, welches zum Europatag in der Schule stattfand.

Der Preis soll zunächst im Büro der Schulleiterin Gisela Grimme stehen, bis ein Platz der für alle Schüler zugänglich ist gefunden wird. Zusammen feiern möchten die Lehrer mit ihren Schülern ebenfalls, doch momentan stehen die Abschlussprüfungen im Vordergrund. „Heute können wir leider noch nicht alle gemeinsam unseren Sieg feiern, doch wir möchten das noch in diesem Schuljahr nachholen“, erzählt die stellvertretende Schulleiterin. Die Atmosphäre in der Schule ist heute ganz besonders. „Jeder hat ein Lächeln auf dem Gesicht und ist stolz“, so Schulleiterin Grimme.

Insgesamt fuhren vier Lehrkräfte und sechs Schüler zur Preisverleihung nach Berlin. Eine von ihnen war Lena Wöhlner. „Unsere Schule ist einfach herzlich. Die Lehrer kümmern sich individuell um einen und finden für jeden einen Weg einen Abschluss zu erlangen“, so die Agrarwissenschafts-Schülerin. Besonders gut gefällt der Schülerin der praxisbezogene Unterricht. Für die Agrarwissenschaften besitzt die Schule sogar einen eigenen Acker. Die Gruppe reiste bereit am Sonntag nach Berlin und lernte so auch die anderen Schulen kennen, die im Finale standen. „Jede der anderen Schulen hätte es auch verdient. Wir haben viele tolle und engagierte Menschen kennengelernt“, sagt Bremert.

Der Wettbewerb lief über mehrere Monate und die ESS setzte sich insgesamt gegen über 2.000 andere Schulen durch.