Insgesamt 238 Personen nahmen an einer im Abfallkalender der KreisAbfallWirtschaft (KAW) eingelegten nichtrepräsentaiven Marktforschung zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) teil. Größte Teilnehmergruppen waren Berufstätige mit 43 Prozent und Rentner mit 42 Prozent. Wie die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont (VHP) mitteilt, konnten einige wichtige Wünsche der Teilnehmer bereits berücksichtigt werden.

56 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig Busse, 23 Prozent sogar Busse und Bahnen. Rund 48 Prozent der Nicht- und Gelegenheitsnutzer würden Busse und Bahnen häufiger nutzen, wenn die Bus- und Bahntarife besser harmonisiert und einfacher würden. Die Öffis hatten und haben sich dieses Themas angenommen. Seit dem 1. Januar 2018 wird das Niedersachsenticket auch bei den Öffis anerkannt und am 9. Dezember 2018 folgten weitere Bahntickets. Für 2019/20 soll der Vertrieb zwischen Öffis, Landestarif und GVH vereinfacht werden.

39 Prozent der Nicht- und Gelegenheitsnutzer finden die Bus- und Bahnpreise zu teuer. Bei den regelmäßigen Nutzern bringen hingegen nur sieben Prozent Verbessungswünsche zu Preis und Angebot vor. Die regelmäßigen Nutzer profitieren insbesondere über die Monatskarten- und Abo-Tarife (ab 22,92 Euro pro Monat), heißt es von den Öffis. Darüber hinaus sei der Tarif weiter vereinfacht worden, beispielsweise durch den Wegfall der 4er-Karte und der MobilCard.

Dass 83 Prozent der Befragten zu Fuß zur Bushaltestelle kommen, deuten die Öffis als Zeichen dafür, dass sich die Bushaltestellen in recht guten Lagen befinden. Darüber hinaus kommen über 50 Prozent der Befragten mit dem Bus zum Bahnhof. Die Öffis haben im Laufe der Jahre die Fahrpläne immer besser auf die Bahn abstimmen können. Die am 9. Dezember 2018 eingeführte Anschlussmobilität soll die Verknüpfung von Bus und Bahn zusätzlich verbessern.

44 Prozent nutzen Busse und Bahnen regelmäßig pro Woche, 42 Prozent nur gelegentlich oder nicht. Die Nutzung des Busses im Bereich außerhalb von Ausbildung und Arbeit (38 Prozent) hat an Bedeutung zugenommen. Die Reiseanlässe Freizeit, Arztbesuche und Einkaufen machen durchschnittlich 54 Prozent der Nennungen aus. Dies erklärt, warum es bei der Nutzung der Öffi-Busse im Sommer nicht zu den üblichen Umsatzeinbrüchen kam.

Nach Angaben der Öffis ist die Zufriedenheit mit dem Bus recht gut. Am wenigsten gut wird das Fahrplanangebot (in der Fläche) beurteilt. Die Bahn schneidet hinsichtlich der Zufriedenheit schlechter als der Bus ab.

Zudem hat das Kundenbarometer 2018 hat die Öffis erneut mit guten Noten ausgestattet. Die Globalzufriedenheit verbesserte sich für 2018 nochmals auf jetzt 2,61 (Branchendurchschnitt 2,88). In den Kategorien Preis-Leistungs-Verhältnis, Tarifsystem und Fahrkartensortiment belegten die Öffis jeweils den erste Platz. 2018 wurde zusätzlich die telefonische Auskunft der Mobilitätszentrale ausgezeichnet. Optimierungsbedarf besteht hingegen noch bei den Störungsinformationen, der Ausstattung an den Haltestellen und der Fahrplantaktung (in der Fläche). Hier setzen Projekte wie der Ilsetalbus an, der Linien- und Bedarfsverkehre integriert anbietet und dadurch zusätzliche Fahrplanangebote schafft.

(red)