Landrat Tjark Bartels teilte am Freitag, 15. Februar, mit, „dass ein Mitarbeiter am heutigen Tage eingerĂ€umt habe, einen Vermerk nachtrĂ€glich in Akten des Jugendamtes einsortiert zu haben. Er wollte die Akte um einen fehlenden Vermerk ergĂ€nzen und so die Akte vervollstĂ€ndigen.“

Der Landkreis habe umgehend eine interne PrĂŒfung eingeleitet, heißt es in der Pressemitteilung. Fest stehe, dass das Verhalten des Mitarbeiters nicht zu tolerieren sei.

„Ein fehlender Vermerk in einer Akte geschieht im BĂŒroalltag – diesen Vermerk dann aber im Nachhinein zu erzeugen und rĂŒckzudatieren, lĂ€sst den Verdacht auf einen Verstoß gegen Dienstpflichten – ganz unabhĂ€ngig davon, ob die eingefĂŒgten Informationen falsch oder richtig waren – zu“, erklĂ€rt Pressesprecherin Sandra Lummitsch.

„Ich stelle mich konsequent vor meine Mitarbeiter, habe aber ebenso unmissverstĂ€ndlich angekĂŒndigt, dass wir mit derselben Konsequenz vorgehen, wenn in unserem Haus vorwerfbar falsch gearbeitet wurde. Ohne den Vorgang im Detail zum jetzigen Zeitpunkt bewerten zu können, prĂŒfen wir, ob das Verhalten eine Pflichtverletzung darstellt. Die GlaubwĂŒrdigkeit des Hauses ist in jedem Fall beschĂ€digt“ fĂŒhrt Bartels aus.

„Der betreffende Mitarbeiter ist ab sofort vorsorglich vom Dienst freigestellt, bis die VorwĂŒrfe geklĂ€rt sind. Ebenso haben wir noch heute mit der eigenen AufklĂ€rung begonnen. Die Staatsanwaltschaft wurde vom Landrat sofort informiert, auch der Mitarbeiter hat sich dort gemeldet“, so Lummitsch abschließend.

Um was fĂŒr einen Vermerk es sich handelt, wurde in der Pressemitteilung nicht mitgeteilt.

(red)