Mit einem neuen Jahr treten auch so manche GesetzesĂ€nderungen in Kraft. Laut Medienberichten Ă€ndert sich auch im Jahr 2020 wieder einiges. Wir haben einige der wichtigsten Änderungen fĂŒr Sie zusammengetragen:

Mindestlohn: Aktuell liegt der Mindestlohn pro Stunde bei 9,19 Euro. Mit dem neuen Jahr steigt er auf 9,35 Euro stĂŒndlich.

Azubi-Mindestlohn: Im neuen Jahr bekommen erstmals auch Auszubildende einen eigenen Mindestlohn. Hierzu hat die Bundesregierung eine Reform des Berufsbildungsgesetzes beschlossen. Diese sieht vor, dass die Mindesthöhe der AusbildungsvergĂŒtung zunĂ€chst von 2020 an auf 515 Euro fĂŒr das erste Lehrjahr festgelegt ist und sich bis ins dritte Lehrjahr um 35 Prozent auf 695 Euro erhöht.

Krankenversicherung: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den gesetzliche Krankenkassen zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent erheben, wird zum 1. Januar 2020 von 0,9 auf 1,1 Prozent angehoben.

Arbeitslosenversicherung: Zum 1. Januar wird der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 2,5 auf 2,4 Prozent gesenkt.

Bemessungsgrenze fĂŒr Sozialversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze steigt in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 4.687,50 Euro monatlich. Die Versicherungspflichtgrenze steigt um 1800 Euro auf 62.550 Euro im Jahr. In der gesetzlichen Rentenversicherung steigt die Bemessungsgrenze in Westdeutschland auf 6900 Euro pro Monat.

Rente: Die Renten sollen zum 1. Juli steigen. Voraussichtlich wird es in Westdeutschland um 3,15 Prozent mehr Geld sein.

Bundesteilhabegesetz: Durch das Bundesteilhabegesetz treten zum 1. Januar 2020 große VerĂ€nderungen in Kraft. Menschen mit Behinderung sollen mehr UnterstĂŒtzung vom Sozialamt erhalten. Das Einkommen der Lebenspartner wird nicht mehr berĂŒcksichtigt.

Wohngeld: Ab dem 1. Januar 2020 gibt es mehr Wohngeld. Das geht mit der Wohngeldreform der Bundesregierung einher. Durch die Erhöhung sind mehr Haushalte wohngeldberechtigt. Es wird außerdem eine neue Mietenstufe geben. Damit sollen Haushalte in StĂ€dten mit besonders hohen Mieten gezielter entlastet werden.

Hartz-IV-SĂ€tze steigen: Der Regelsatz fĂŒr alleinstehende Hartz-IV-EmpfĂ€nger steigt von 424 auf 432 Euro pro Monat. Wer in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, erhĂ€lt kĂŒnftig 389 Euro statt bisher 382 Euro. Die monatlichen SĂ€tze fĂŒr Kinder steigen abhĂ€ngig vom Alter um fĂŒnf bis sechs Euro.

Kindesunterhalt: Ab dem 1. Januar mĂŒssen getrennt lebende Eltern mehr Unterhalt zahlen. FĂŒr Kinder unter sechs Jahren sind es dann 369 Euro Mindestunterhalt im Monat, bei Kindern zwischen sechs und elf Jahren 424 Euro und fĂŒr Ă€ltere Kinder sind es monatlich 497 Euro.
Auch der Unterhaltsvorschuss erhöht sich. Je nach Alter des Kindes belÀuft sich dieser auf 165 Euro, 220 Euro oder 293 Euro.

Impfpflicht: Zum 1. MĂ€rz soll ein Gesetz fĂŒr eine Impfpflicht gegen Masern in Kraft treten. Eltern mĂŒssen dann vor der Aufnahme ihres Kindes in eine Kita oder Schule nachweisen, dass dieses geimpft ist.

Reduzierte Mehrwertsteuer: FĂŒr Hygiene-Produkte wie Tampons und Damenbinden soll kĂŒnftig der ermĂ€ĂŸigte Mehrwertsteuersatz (7 statt 19 Prozent) gelten. Auch die Mehrwertsteuer fĂŒr elektronische Zeitungen, Zeitschriften und BĂŒcher wird gesenkt.

Kassenbon-Pflicht: HÀndler und Gastronomen sind ab 2020 zur Ausgabe eines Kassenbons (auch elektronisch möglich) verpflichtet. Damit soll Steuerhinterziehung bekÀmpft werden.

Steuern: Im nÀchsten Jahr profitieren auch die Steuerzahler etwas, da die Einkommensgrenze um 1,95 Prozent angehoben wird. Auch der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag steigen.

Änderung der Straßenverkehrsordnung: 2020 drohen unter anderem höhere Bußgelder und hĂ€rtere Strafen fĂŒr das Durchfahren der Rettungsgasse. Außerdem soll die Situation von Radfahrern verbessert werden.