In einer weiteren Presseerkl├Ąrung fordert die CDU-Kreistagsfraktion, wie bereits Wochen zuvor, den Einsatz eines Sonderermittlers im Missbrauchsfall von L├╝gde. Der Vater des Kindes, welches bei dem Hauptverd├Ąchtigen auf dem Campingplatz gelebt hat und f├╝r das das Hamelner Jugendamt zust├Ąndig ist, meldete sich zu Wort und ├Ąu├čerte Vorw├╝rde gegen die Beh├Ârde.

In der Presseerkl├Ąrung der CDU-Kreistagsfraktion hei├čt es: Wie dringend erforderlich die Einsetzung eines unabh├Ąngigen Sonderermittlers sei, werde durch die Stellungnahme des Landkreises in besonderer Weise best├Ątigt.

Es w├╝rden Halbwahrheiten und Unterstellungen gebracht, um die Glaubw├╝rdigkeit des
leiblichen Vaters zu ersch├╝ttern und den unfassbaren Vorgang zu verschleiern, dass der
Kindsvater vom Jugendamt zu keinem Zeitpunkt ├╝ber die Pflegschaftsvergabe seines 4-
j├Ąhrigen Kindes an den arbeitslosen Dauercamper informiert gewesen sei.

“Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass Vaterschaftsfeststellungsverfahren eingeleitet werden, um bei nicht ehelichen Kindern die Vaterschaft festzustellen. Nach dieser Feststellung
hat der Kindesvater die Vaterschaft und die daraus resultierenden Unterhaltszahlungen
anerkannt. Er war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch minderj├Ąhrig und musste die Schule
und die Ausbildung beenden. Aber auch jetzt reicht sein Verdienst noch nicht aus, um den
Unterhalt f├╝r sein Kind allein zu bestreiten. Das wird auch st├Ąndig vom Jugendamt ├╝berpr├╝ft.
F├╝r solche F├Ąlle gibt es das Unterhaltskostenvorschussgesetz, mit dem der Bund Unterhaltszahlungen ├╝bernimmt. Diese Kosten├╝bernahmen sind Vorschussleistungen, die zur├╝ckzuzahlen sind, wenn ein entsprechender Verdienst vorliegt”, hei├čt es in der Presseerkl├Ąrung der CDU.

Dass die im Jugendamt gef├╝hrten Akten ÔÇ×keinen Hinweis darauf ergeben, dass sich der
Vater wiederholt mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt haben willÔÇť, sei vor dem Hintergrund der Aktenmanipulation und der gravierenden ├ťbermittlungsfehler innerhalb des Jugendamtes nicht verwunderlich. “Und genau deshalb darf es auch nicht bleiben wie es ist, genau deshalb wird ein neutraler Aufkl├Ąrer/Sonderermittler immer wichtiger. Wegen der gravierenden Verfehlungen im Jugendamt Hameln-Pyrmont und dem Versagen des Landrates als Beh├Ârdenleiter w├Ąre ein Wort des Bedauerns gegen├╝ber dem Kindesvater ja wohl erforderlich gewesen. Die ├ťbernahme von Verantwortung und politischer Anstand sehen anders aus”, so die CDU-Kreistagsfraktion. 

Der Landrat mit seiner SPD-gef├╝hrten Kreistagsmehrheit w├╝rde sich einer unabh├Ąngigen Aufarbeitung eines der schwersten Missbrauchsf├Ąlle in Deutschland verweigern. Das sei der Skandal nach dem Skandal.