Neuer Handyvertrag gefällig? Polizei warnt vor Betrugsmasche

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Symbolbild. Foto: Pixabay

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden kam es am Dienstag, 12. März, zu einem vollendeten Betrug und mindestens einem Betrugsversuch. In beiden Fällen handelte es sich offenbar um eine neue Form des Computerbetruges.

In dem vollendeten Fall wurde ein Mann aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont von einem angeblichen Mitarbeiter der Mobilfunkfirma O2, mit der Mobilfunknummer +49 163 3339457, angerufen. Dem Mann wurde suggeriert, dass man ihm Mobilfunkverträge anbieten wolle. Er reagierte zunächst richtig und bat den Anrufer darum, ihm die Vorschläge per Mail zuzusenden. Bevor das Gespräch jedoch beendet wurde, gab der „O2-Mitarbeiter“ an, dass O2 ihm einen Code per SMS zusenden würde. Sobald er den Code erhalten habe, solle er die genannte Mobilfunknummer zurückrufen und den Code, zur Verifizierung seiner Person, durchgeben.

Nachdem der Mann den „Verifizierungs-Code“ telefonisch durchgegeben hatte, wurde das Gespräch beendet. Später stellte der Betrogene fest, dass unerlaubt Geldbeträge von seinem Konto abgebucht wurden.

Am selben Tag wurde eine 40-jährige Frau von einem angeblichen Vodafone-Mitarbeiter mit der Mobilfunknummer +49 173 4057234, angerufen. Der Mann fragte zunächst, ob die Hamelnerin in den letzten zwei Wochen einen Anruf wegen besserer Vertragsoptionen erhalten habe. Als sie dieses verneinte, sagte der Anrufer, dass er nun nachschauen würde, was der Grund dafür sei, zu diesem Zweck benötige er das Kundenkennwort. Die Hamelnerin beendete den Anruf ohne ihr Kundenkennwort angegeben zu haben.

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Da es sich um eine neue Form des Computerbetruges handele, seien die Hintergründe über den Ablauf der Tat noch nicht vollständig geklärt, so die Polizei. Es wird vermutet, dass mit dem Kundenkennwort eine zweite Sim-Karte angefordert wird (ggf. auch eine E-Sim, eine elektronische Sim Karte), mit der die Täter dann Zugriff auf das Mobilfunk-Kundenkonto des Geschädigten haben und so Daten verändern, mit denen sie schließlich auf das Online Banking Zugriff haben.

Im Fall des Mannes wird vermutet, dass es sich bei dem angeblichen „Verifizierungs-Code“ um eine Art TAN-Nummer gehandelt haben könnte, mit deren Hilfe die Täter Einstellungen auf dem Mobilfunkkonto des Mannes änderten.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass reale Firmen, sofern sie anrufen und verbesserte Tarifoptionen anbieten, niemals ein Kennwort benötigen und auch keine Verifizierung der Person, mit der sie sprechen (sog. Pishing).

Informationen u.a. zum Thema Pishing gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de oder unter folgendem Link: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/?L=0.

(red)