Im Landkreis Hameln-Pyrmont verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, 14 Prozent weniger als MÀnner. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-GaststÀtten (NGG) zum Internationalen Frauentag am kommenden Freitag, 8. MÀrz, mit.

Sie verweist hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit. Danach kommen MĂ€nner mit einer Vollzeitstelle im Kreis Hameln-Pyrmont auf ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3.322 Euro pro Monat – Frauen hingegen nur auf 2.858 Euro. In Niedersachsen betrĂ€gt der Verdienstunterschied bei Vollzeit zwischen den Geschlechtern 17 Prozent (MĂ€nner: 3.249 Euro, Frauen: 2.712 Euro). Dies liege teils an niedrigeren Positionen, die Frauen hĂ€ufig hĂ€tten, insbesondere aber auch an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, so die NGG Hannover.

Gewerkschafterin Lena Melcher spricht von einer „Diskriminierung per Lohnzettel“. Es könne nicht sein, dass Frauen bei der Bezahlung trotz gleicher Arbeitszeit systematisch den KĂŒrzeren zögen, so die NGG-Regionalchefin. „Hinzu kommt, dass es immer noch vor allem Frauen sind, die sich nach einem langen Arbeitstag um Familie und Haushalt kĂŒmmern – und das unbezahlt.“ Auch deshalb seien sie oft gezwungen, weniger zu arbeiten.

Die Folgen seien spĂ€testens im Rentenalter „dramatisch“, so die NGG. „Wer ĂŒber Jahrzehnte wenig verdient und etwa wegen Kindern Unterbrechungen im Erwerbsleben hat, der bekommt kaum Rentenpunkte. Das fĂŒhrt dann zu Armutsrenten, die der Staat aufstocken muss“, betont Melcher.

(red)