Noch kein Provider gefunden – Landkreis will 2018 mit Breitbandausbau starten

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Router Internet Breitband
Bürger warten auf schnelles Internet. Foto: Pixabay

Wann bekommen wir endlich schnelles Internet? Zahlreiche Leser haken bei unserer Redaktion nach, wann der Landkreis mit dem Breitbandausbau startet. Darunter sind nicht nur Bürger, sondern auch Unternehmen, die besonders auf ein schnelles Netz angewiesen sind. Gerade die kleineren Gemeinden und Dörfer sind betroffen, denn dort baut die Telekom nicht überall von Kupfer auf Glasfaser um.

Für den Landkreis sei eine flächendeckende Versorgung ein elementarer Teil der Daseinsvorsorge. Jeder Bürger müsse über sämtliche Kommunikations- und Informationstechnik verfügen können. Außerdem sei es ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor. Es handelt sich dabei insbesondere um Haushalte in den Gemeinden Emmerthal, Hessisch Oldendorf, Coppenbrügge und Salzhemmendorf, die von der Telekom noch nicht mit einer schnellen Leitung versorgt wurden.

Ein Mammut-Projekt, für das zunächst circa 50 Millionen Euro veranschlagt wurden. Der Landkreis will ein eigenes Netz betreiben, das an einen Provider verpachtet werden soll. Das Ausschreibungsverfahren läuft und der Landkreis ist derzeit in Gesprächen mit verschiedenen Providern. „In Sachen Breitband laufen derzeit die Gespräche mit den Bietern im Rahmen des Vergabeverfahrens, wir sind zuversichtlich, bald einen geeigneten Partner gefunden zu haben“, berichtet Sandra Lummitsch, Pressesprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont auf Nachfrage unserer Redaktion. Im Oktober vergangenen Jahres zeigte sich der Landkreis bereits zuversichtlich, Ende 2017 einen geeigneten Partner gefunden zuhaben, doch dies war nicht der Fall. Dennoch gäbe es momentan keine Anzeichen dafür, dass der Zeitplan in Gefahr wäre.

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Die Bauarbeiten sollen bereits 2018 starten und 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein. Wenn ein Provider gefunden wurde, muss zunächst die Akquise von Kunden erfolgen. Von den Haushalten müssen dann mindestens 40 Prozent mitmachen, damit das Vorhaben für den Landkreis auch rentabel bleibt. Nur dann wird ausgebaut.

Auch das Land Niedersachsen fördert den teuren Breitbandausbau. Hameln-Pyrmont erhält Fördergelder in Höhe von fünf Millionen Euro. Die Bundesförderung in einer Höhe von sogar 15 Millionen schlug der Landkreis damals aus, da diese mit zu vielen negativen Punkten und Rahmenbedingungen versehen war und sich der Ausbau nicht mehr lohnen würde.

(lbr)