Polizei warnt vor falschen Wasserwerkern – Senioren in Hameln bestohlen

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Polizei Blaulicht
Symbolbild. Foto: Archiv

Eine Anwohnerin aus Lauenstein teilte der Polizei am Donnerstag, 18. Juli, mit, dass ihre Nachbarin in der Ithstraße von zwei Männern angesprochen worden sei, die sich als Wasserwerker ausgegeben hätten. Sie hätten angegeben, Leitungen für das Wasserwerk überprüfen zu müssen. Die 74-jährige Frau ließ die Personen jedoch nicht ins Haus und verlangte entsprechende Ausweise.

Leider war dieser Trick einen Tag zuvor erfolgreicher. In Hameln verschafften sich zwei bisher unbekannte Männer Zutritt in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Bürenstraße.

Das ältere Ehepaar (87 und 84 Jahre alt) soll „während der Kontrolle“ aufgefordert worden sein, die Wasserhähne im Badezimmer aufzudrehen. Einen unbeobachteten Moment habe einer der Männer dann genutzt, um ins Schlafzimmer zu gelangen und das dort befindliche Bargeld sowie Schmuck zu klauen. Der Schaden wird auf circa 10.000 Euro geschätzt.

Die angeblichen Handwerker sollen circa 25 Jahre alt gewesen sein und hochdeutsch gesprochen haben. Einer wurde als etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er soll schwarzes Haar und ein südeuropäisches Erscheinungsbild gehabt haben. Der andere Mann soll circa 1,90 Meter groß gewesen sein und braunes Haar gehabt haben. Beide sollen dunkle Ober- und Unterbekleidung getragen haben.

In beiden Fällen konnten die Täter, trotz erfolgter Fahndungsmaßnahmen durch die Polizei, nicht mehr angetroffen werden.

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Die Polizei gibt Tipps zur Vorbeugung:

– Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet einzulassen.

– Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür genau an, zum Beispiel durch den Türspion oder das Fenster. Benutzen Sie die Türsprechanlage.

– Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre. Ist keine Sperre vorhanden, öffnen Sie nicht. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür.

– Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefon-Auskunft geben.

– Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Rufen Sie im Zweifel die Hausverwaltung oder den Hausmeister an, ob alles seine Richtigkeit hat.

– Lassen Sie sich auch bei angeblichen Notfällen, zum Beispiel einem Rohrbruch, nicht drängen. Fragen Sie im Zweifel bei den Stadtwerken, beim Hausmeister oder bei Nachbarn telefonisch nach.

Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der verschlossenen Tür warten.

(red)