Seit dem 1. Januar ist nicht mehr die KreisAbfallWirtschaft (KAW) sondern das Unternehmen Remondis Kiel fĂŒr die Sammlung der Gelben SĂ€cke im Landkreis-Hameln-Pyrmont zustĂ€ndig. Diese verlĂ€uft bisher allerdings eher holprig und sorgt fĂŒr Ärger. Nun meldet sich Landrat Tjark Bartels (SPD) zu Wort.

Hunderte von Beschwerden seien in den letzten Tagen im Hamelner Kreishaus eingegangen, weil die BĂŒrger im Landkreis Hameln-Pyrmont in hohem Maße ĂŒber die nichtabgeholten Gelben SĂ€cke verĂ€rgert seien. Der Ärger in der Bevölkerung werde zudem verstĂ€rkt durch die nahezu unmögliche Erreichbarkeit von Remondis.

Landrat Tjark Bartels kritisiert die “Ă€ußerst ungĂŒnstige Regelung”, wonach Remondis den Zuschlag vom Dualen System Deutschland fĂŒr die Entsorgung fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre bekommen hat. Remondis sei scheinbar mit diesem Auftrag ĂŒberfordert, “obwohl es sich nicht um einen Branchenneuling handelt”.

Bartels bedauert es sehr, dass die Gelben SĂ€cke nicht mehr pĂŒnktlich und verlĂ€sslich von der KAW abgefahren werden. „Doch auch hier zeigt sich einmal mehr sehr deutlich, dass billig nicht unbedingt besser bedeutet“, erklĂ€rt der Landrat. „Wir können die derzeitige Situation, in der wir aufgrund bestehender Vertraglichkeiten nicht mehr zustĂ€ndig sind, zwar nicht Ă€ndern, dennoch ist die hier gelaufene Vergabepraxis genauestens unter die Lupe zu nehmen. Und auch der Bund ist gehalten, darĂŒber nachzudenken, ob mit dieser Regelung nicht der Bock zum GĂ€rtner gemacht wurde“, so Bartels weiter.

In einem Schreiben vom 15. Januar forderte die KAW das Duale System inzwischen dazu auf, die nicht eingehaltenen Sammeltermine im Landkreis bis spĂ€testens zum 16. Januar nachholen zu lassen. Als öffentlich-rechtlicher Entsorger behalte sich die KAW erforderlichenfalls eine Ersatzvornahme auf Kosten des Systembetreibers, also des Dualen Systems, vor.

(red)