Sieben Millionen Euro für Breitbandausbau im Landkreis – Staatssekretär Muhle übergibt Förderbescheid

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Wirtschaftsförderin Bettina Remmert (von links), Erster Kreisrat Carsten Vetter, Staatssekretär Stefan Muhle und Dezernatsleiter Andreas Manz bei der Übergabe des Förderbescheids. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Seit einem Jahr läuft das Projekt „Glasfaserausbau im Landkreis Hameln-Pyrmont“. Insgesamt wurden über 11.000 Adressen als „weiße Flecken“ identifiziert, die mit einem kostenlosen Breitbandanschluss versorgt werden können. Das Land Niedersachsen fördert den Ausbau mit mehreren Millionen Euro. Am Montag, 2. Dezember, wurde der Förderbescheid durch Staatssekretär Stefan Muhle übergeben.

Der Landkreis hat sich dafür entschieden, in einem sogenannten Betreiber-Modell, in dem der Landkreis Eigentümer des Netzes wird und dieses an einen Provider verpachtet, die Haushalte mit einem FTTB-Anschluss, also Glasfaser, direkt bis ins Haus, zu versorgen. Im Projekt werden rund 480 Kilometer Trasse gebaut und elf Hauptverteiler (POP-Stationen) errichtet. Vor wenigen Tagen konnte der 500. Glasfaseranschluss in Betrieb genommen werden – sehr viel mehr sind inzwischen bereits fertig gestellt und werden in den nächsten Wochen ans Netz gehen.

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Was bislang noch ausstand, war die Zusage auf Förderung des Projektes aus Mitteln des Landes Niedersachsen (Richtlinie Digitale Dividende II), die von der NBank verwaltet werden. Nun war es endlich soweit: Am Montag übergab Stefan Muhle, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, den formellen Förderbescheid an den Ersten Kreisrat Carsten Vetter. Insgesamt wurden mit dem Förderbescheid sieben Millionen Euro aus Landesmitteln bewilligt. Die ursprünglich in Aussicht gestellten fünf Millionen Euro konnten, wie es aus dem Kreishaus heißt, in langen Verhandlungen noch um zwei Millionen Euro aufgestockt werden.

„Alle Orte haben bis jetzt innerhalb der Frist die erforderliche Ausbauquote von 40 Prozent locker erreicht. Es ist sehr erfreulich, dass wir bisher eine so große Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen feststellen konnten“, freut sich Vetter über die Zuwendung und die damit verbundenen Projektfortschritte. (red)