Seit einem Jahr lĂ€uft das Projekt „Glasfaserausbau im Landkreis Hameln-Pyrmont“. Insgesamt wurden ĂŒber 11.000 Adressen als „weiße Flecken“ identifiziert, die mit einem kostenlosen Breitbandanschluss versorgt werden können. Das Land Niedersachsen fördert den Ausbau mit mehreren Millionen Euro. Am Montag, 2. Dezember, wurde der Förderbescheid durch StaatssekretĂ€r Stefan Muhle ĂŒbergeben.

Der Landkreis hat sich dafĂŒr entschieden, in einem sogenannten Betreiber-Modell, in dem der Landkreis EigentĂŒmer des Netzes wird und dieses an einen Provider verpachtet, die Haushalte mit einem FTTB-Anschluss, also Glasfaser, direkt bis ins Haus, zu versorgen. Im Projekt werden rund 480 Kilometer Trasse gebaut und elf Hauptverteiler (POP-Stationen) errichtet. Vor wenigen Tagen konnte der 500. Glasfaseranschluss in Betrieb genommen werden – sehr viel mehr sind inzwischen bereits fertig gestellt und werden in den nĂ€chsten Wochen ans Netz gehen.

Was bislang noch ausstand, war die Zusage auf Förderung des Projektes aus Mitteln des Landes Niedersachsen (Richtlinie Digitale Dividende II), die von der NBank verwaltet werden. Nun war es endlich soweit: Am Montag ĂŒbergab Stefan Muhle, StaatssekretĂ€r im NiedersĂ€chsischen Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, den formellen Förderbescheid an den Ersten Kreisrat Carsten Vetter. Insgesamt wurden mit dem Förderbescheid sieben Millionen Euro aus Landesmitteln bewilligt. Die ursprĂŒnglich in Aussicht gestellten fĂŒnf Millionen Euro konnten, wie es aus dem Kreishaus heißt, in langen Verhandlungen noch um zwei Millionen Euro aufgestockt werden.

„Alle Orte haben bis jetzt innerhalb der Frist die erforderliche Ausbauquote von 40 Prozent locker erreicht. Es ist sehr erfreulich, dass wir bisher eine so große Nachfrage nach GlasfaseranschlĂŒssen feststellen konnten“, freut sich Vetter ĂŒber die Zuwendung und die damit verbundenen Projektfortschritte. (red)