Streik im Öffentlichen Dienst: ver.di verlangt sechs Prozent mehr Lohn

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Warnstreik - Verdi - öffentlicher Dienst
Einige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes hatten sich schon am 9. März auf dem Rathausplatz zusammengefunden, um zu streiken. Foto: Brümmer

400 Beschäftigte streikten am Freitag in Hameln

Die Gewerkschaft ver.di hatte am Freitag, 9. März, im Landkreis Hameln-Pyrmont zum Warnstreik aufgerufen. 400 Beschäftigte unter anderem aus der Stadt Hameln, verschiedenen Kommunen, von der Sparkasse, dem Sana Klinikum, dem Wasser- und Schifffahrtsamt, der Kreisabfallwirtschaft und den Stadtwerken beteiligen an einem ganztägigen Warnstreik in Hameln. Sie versammelten sich vor dem Weserbergland–Zentrum. Dort tagte der Landkreistag und die Beschäftigten nutzen die Gelegenheit vor der nächsten Verhandlungsrunde gegenüber den Vertretern der Landkreise ihr Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt mindestens aber 200 Euro zu bekräftigen.

„Die sehr gute Beteiligung heute zeigt, wie wichtig den Beschäftigten eine Beteiligung an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist“, erläutert Martin Peter, ver.di, „sie erwarten jetzt Bewegung von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungs-runde.“

Hintergrund:

ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

(red)