Sozialamt, Amt fĂŒr Inklusion und Jugendamt betroffen

Aus organisatorischen GrĂŒnden mĂŒssen derzeit unterschiedliche Stellen der Kreisverwaltung in Teilen geschlossen werden oder sind nur eingeschrĂ€nkt erreichbar. Nach Angaben aus dem Kreishaus sind insbesondere das Sozialamt, das Amt fĂŒr Inklusion sowie das Jugendamt betroffen.

Bundesteilhabegesetz

Hintergrund fĂŒr die erforderliche EinschrĂ€nkung der Sprechzeiten sind in den Bereichen des Sozialamtes und der Inklusion in erster Linie die notwendigen Vorbereitungen der Kreisverwaltung auf das Inkrafttreten der dritten Stufe des Bundesteilhabegesetzes zum 1. Januar 2020. Dies erklĂ€rt der Landkreis Hameln-Pyrmont in einer Pressemitteilung.

Ziel des Gesetzes ist die Verbesserung der LeistungsansprĂŒche von Menschen mit Behinderung und die StĂ€rkung ihrer SelbstĂ€ndigkeit. Als SozialleistungstrĂ€ger sind das Sozialamt und das Amt fĂŒr Inklusion der Kreisverwaltung in besonderem Maße von dieser gesetzlichen Änderung betroffen. Gleichzeitig werde die bislang verwendete Software im sozialen Bereich auf ein neues System umgestellt, so der Landkreis.

Die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen und die Übertragung der bisherigen FĂ€lle in das neue EDV-System stelle fĂŒr den Landkreis und seine BeschĂ€ftigten eine große Herausforderung dar. Dies habe sich bereits dadurch bemerkbar gemacht, dass einige Verwaltungsbereiche nur eingeschrĂ€nkt erreichbar oder gar wochenweise geschlossen waren. Auch bis zum Ende dieses Jahres sei das nicht vermeidbar.

Schulungen fĂŒr Jugendamt-Mitarbeiter

Beim Jugendamt kommt in den nĂ€chsten Monaten im Wesentlichen wegen ganztĂ€giger Inhouse-Schulungen fĂŒr die Mitarbeiter zu EinschrĂ€nkungen. Durch den Missbrauchsfall LĂŒgde sei deutlich geworden, dass Prozesse und AblĂ€ufe hinterfragt und optimiert werden mĂŒssen. Um FĂ€lle von Missbrauch kĂŒnftig schneller erkennen und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Kinder ergreifen zu können, wurde mit einem umfangreichen Fortbildungsprogramm begonnen. Die DurchfĂŒhrung dieser Fortbildungen fĂŒhrt dazu, dass derzeit regelmĂ€ĂŸig Mitarbeitende ganztĂ€gig nicht erreichbar sind.

KreisrĂ€tin Sabine Meißner und Erster Kreisrat Carsten Vetter bitten hierfĂŒr um VerstĂ€ndnis: „Aus den genannten GrĂŒnden kommen wir derzeit an der einen oder anderen Stelle nicht um EinschrĂ€nkungen der Sprechzeiten herum. Uns ist bewusst, dass eine eingeschrĂ€nkte Erreichbarkeit unserer Dienststellen immer mit Unannehmlichkeiten fĂŒr unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger verbunden ist. Wir werden versuchen, diese so gering wie möglich zu halten.“ (red)