Gute Nachrichten für die Jägerschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont: Die Behörde verzichtet dieses Jahr weiterhin auf die Erhebung der Gebühr für die Trichinen-Untersuchung für im Landkreis Hameln-Pyrmont erlegtes Schwarzwild. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende 2019.

Jedes Wildschwein, das für den Verzehr bestimmt ist, muss einer Trichinen-Untersuchung unterzogen werden, für die inzwischen eine Gebühr in Höhe von 7,50 Euro erhoben werden müsste.

Die verstärkte Bejagung von Schwarzwild gilt weiterhin als probates Mittel gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Dies ist eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Menschen können sich nicht infizieren.

Derzeit tritt die ASP in Belgien, in den Baltikum-Staaten sowie in Polen, Moldawien und Rumänien auf. Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist schwierig, da das Virus sehr widerstandsfähig ist. Im Gegensatz zur „Klassischen Schweinepest“ (KSP) ist für die ASP kein Impfstoff verfügbar. Ein Ausbruch dieser Seuche hätte enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge.

Die ASP ist zwar im Landkreis Hameln-Pyrmont noch nicht festgestellt worden, doch um die Gefahr einer Epidemie so gering wie möglich zu halten, ist es auch im Landkreis Hameln-Pyrmont erforderlich, die Wildschweinpopulation zu regulieren.

Wildursprungsmarken und Wildursprungsscheine bleiben weiter kostenpflichtig.

Die Annahme der gebĂĽhrenfreien Trichinenproben erfolgt im Kreishaus ausschlieĂźlich von Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des LAVES unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de zu finden.

(red)