Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Weserbergland sank im April weiter um
380 auf 11.292 Menschen (-3,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein deutliches
Minus von 1.096 Personen (-8,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,8 Prozent, 0,6
Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr.

Vom FrĂŒhjahr profitierten insbesondere die bei der Agentur fĂŒr Arbeit in der Arbeitslosenversicherung gemeldet MĂ€nner und Frauen: Im April ging die Anzahl um 282 auf 3.808 Arbeitslose zurĂŒck (-6,9 Prozent). Bei den drei Jobcentern im Agenturbezirk waren mit 7.484 Personen 98 weniger Menschen weniger arbeitslos als im MĂ€rz. Dies entspricht einem Minus von 1,3 Prozent.

Der FrĂŒhjahrsaufschwung lĂ€sst die Arbeitslosigkeit sinken, das neue Qualifizierungschancengesetz stĂ€rkt die BeschĂ€ftigung: Seit Anfang des Jahres wird hiermit die berufliche Weiterbildungsförderung durch das Ermöglichen von Erweiterungsqualifizierungen flexibilisiert. Es schafft fĂŒr BeschĂ€ftigte einen erweiterten Zugang zur Weiterbildungsförderung, unabhĂ€ngig von Ausbildung, Lebensalter oder BetriebsgrĂ¶ĂŸe.
Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Agentur fĂŒr Arbeit Hameln,
erklĂ€rt: „Die Digitalisierung und der demographische Wandel beschleunigen die VerĂ€nderungen
am Arbeitsmarkt. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf zu reagieren und sich weiterzubilden.
Bereits in der Vergangenheit konnten wir viele Menschen in Arbeit bringen und qualifizieren. Mit dem neuen Gesetz bieten sich fĂŒr BeschĂ€ftigte noch mehr Möglichkeiten, um nachhaltig dem FachkrĂ€ftebedarf gerecht zu werden. Alle Unternehmen im Weserbergland können sich beim Arbeitgeber-Service der Agentur fĂŒr Arbeit und der Jobcenter zu den Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten beraten lassen.“

AuslÀnder/Flucht
Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im April 2.781 AuslĂ€nder arbeitslos gemeldet, also 375 weniger als im Vorjahr. Zu der Gruppe der AuslĂ€nder gehören sowohl Personen, die schon lĂ€nger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene, geflĂŒchtete Menschen. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im April auf 1.186 Personen (-29 zum Vormonat).

SaisonĂŒblich geht die Nachfrage nach ArbeitskrĂ€ften gegenĂŒber dem Vormonat wieder zurĂŒck. Der RĂŒckgang fĂ€llt hierbei auch deshalb so deutlich aus, weil in den letzten Monaten zuletzt sehr starke ZuwĂ€chse verzeichnet wurden: 819 neue Arbeitsstellen wurden im April gemeldet, 161 weniger als im Vormonat (-16,4 Prozent) und 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Bestand an offenen Stellen sank im April leicht: 3.120 Stellen waren zu besetzen, 95 weniger als im Vormonat und 88 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind bereits 3.476 neue Stellen eingegangen, 92 weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.

UnterbeschÀftigung
ErgĂ€nzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur fĂŒr Arbeit Angaben zur UnterbeschĂ€ftigung. Hiermit werden neben den Arbeitslosen auch Personen
dargestellt, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind. Die UnterbeschĂ€ftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorlĂ€ufigen Angaben im April
16.176 Personen, das waren 157 weniger als im Vormonat und 560 weniger als im vergangenen Jahr (-3,3 Prozent). Die UnterbeschÀftigungsquote betrug wie im Vormonat 8,2 Prozent; im April des vergangenen Jahres hatte sie bei 8,5 Prozent gelegen. (red)