Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Jurysitzung des RattenfĂ€nger-Literaturpreises verschoben werden. Aus 199 deutschsprachigen Einsendungen wird im November 2020 der 18. PreistrĂ€ger gekĂŒrt. Die Preisverleihung ist fĂŒr das FrĂŒhjahr 2021 im Theater Hameln geplant.

Neben dem PreistrĂ€ger werden außerdem bis zu zwölf BĂŒcher fĂŒr die Shortlist ausgewĂ€hlt. Die fachkundige Jury, unter Vorsitz der ZĂŒrcher Literaturkritikerin und Kulturwissenschaftlerin Frau PD Dr. Christine Lötscher, wĂŒrdigt damit Kinder- und Jugendliteratur, die sich durch besondere AusdrucksstĂ€rke in Text und Bild auszeichnet.

FĂŒr den 18. RattenfĂ€nger-Literaturpreis der Stadt Hameln konnten MĂ€rchen- und SagenbĂŒcher, phantastische ErzĂ€hlungen, moderne KunstmĂ€rchen und ErzĂ€hlungen aus dem Mittelalter fĂŒr Kinder und Jugendliche eingereicht werden. Die Einsendungen vom Bilderbuch fĂŒr die JĂŒngsten bis zum ĂŒber 500-seitigen Jugendroman spiegeln die vielfĂ€ltige Bandbreite des Genres wider. Die Bucheinsendungen kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien.

Der RattenfĂ€nger-Literaturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und kann an Autoren, Bearbeiter, Übersetzer und Illustratoren, gegebenenfalls auch geteilt, vergeben werden. AnlĂ€sslich des JubilĂ€ums „700 Jahre RattenfĂ€nger von Hameln“ wurde der Preis 1984 erstmalig ausgeschrieben und seitdem alle zwei Jahre verliehen. Zu den PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€gern gehören u. a. die Georg-BĂŒchner-PreistrĂ€gerin Felicitas Hoppe, die Wiener Kinderbuchillustratorin Lisbeth Zwerger und der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami. 2018 wurde „Krakonos“ von Wieland Freund (Beltz & Gelberg) ausgezeichnet.