Im Landkreis Hameln-Pyrmont werden Einsatzstellen gesucht, damit Jugendliche und Heranwachsende ihre Sozialstunden ableisten können.

Wer gibt jungen Menschen eine Chance?

Als Teil des Jugendamtes hat die Jugendgerichtshilfe den gesetzlichen Auftrag, Jugendliche und Heranwachsende im Rahmen eines Strafverfahrens als Sozialarbeiter zu begleiten. Die Jugendgerichtshilfe überwacht unter anderem die Durchführung der vom Amtsgericht bzw. Staatsanwaltschaft auferlegten Weisungen.

Weisungen sind Ge- und Verbote, die die Lebensführung des jungen Menschen regeln und dadurch seine Erziehung fördern und sichern sollen. So kann auch die Erfüllung einer Arbeitsauflage eine derartige Weisung sein. Daneben können Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Schulpflicht in Sozialstunden umgewandelt werden.

Für Sozialstunden braucht es Einsatzstellen

Zur Durchführung dieser Sozialstunden, die durchschnittlich zwischen zehn und 50 Stunden liegen, werden Einsatzstellen benötigt, um den jungen Menschen die Chance einzuräumen, ihren Weisungen nachzukommen und Verantwortung für begangene Fehler zu übernehmen.
Die Tätigkeiten, denen die jungen Menschen nachgehen könnten, sollen andere bei der Arbeit unterstützen und entlasten, beispielsweise bei Außen- oder Hilfsarbeiten. Die unfallschutzversicherten Jugendlichen und Heranwachsenden können nach vorheriger Absprache auch am Wochenende und nachmittags eingesetzt werden.

Das Jugendamt weist darauf hin, dass es möglicherweise zu Schwierigkeiten hinsichtlich Zuverlässigkeit, Genauigkeit oder Absprachefähigkeit kommen kann. „Trotzdem brauchen diese jungen Menschen eine Chance, für ihre Taten Verantwortung übernehmen zu
können und dafür brauchen wir Sie und Ihre Einsatzstellen“, erklärt Jan Enno
Tammen, stellvertretender Leiter des Jugendamtes.

Wer sich vorstellen kann, einen jungen Menschen im Rahmen der Ableistung von Sozialstunden zu beschäftigen oder dazu weitere Informationen benötigt, kann sich direkt mit der Jugendgerichtshilfe in Verbindung setzen. Dort stehen Felix Deutsch unter 05151/ 903 -3428 und Magda Bültemeier unter 05151/ 903 -3436 telefonisch zur Verfügung. (red)