Ein Spaziergänger fand am späten Dienstagnachmittag, 28. April, eine Leiche in der Weser bei Wehrbergen. Der leblose Körper hatte sich an einer Buhne verfangen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Wie die Polizei mitteilt, konnte die Identität des Verstorbenen konnte erst am heutigen Mittwochvormittag, 29. April, zweifelsfrei durch einen Angehörigen festgestellt werden. Es handelt sich demnach um einen 19 Jahre alten Mann aus Hameln.

Bereits am Montag, 27. April, hatten Verwandte die Polizeidienststelle in Hameln aufgesucht, um den 19-Jährigen vermisst zu melden. Da jedoch keinerlei Hinweise vorlagen, dass der junge Mann eigen- oder fremdgefährdet sei, waren den Beamten die Hände gebunden, da er volljährig war. Sie nahmen den Sachverhalt zu Protokoll.

Der Verstorbene war Mitglied einer Großfamilie. Er wurde letztmalig am Dienstag, 21. April, lebend von einem Cousin (27) auf dem Werder in Hameln gesehen. Die Männer hatten zusammen Alkohol konsumiert. Der 27-Jährige habe seinen jüngeren Cousin nach Hause bringen wollen, was dieser abgelehnt habe. Der 19-Jährige sei allein an der Werderspitze zurückgeblieben.

Bei der ersten polizeilichen Leichenschau wurden keinerlei Hinweise auf Fremdeinwirkung am Tod des jungen Mannes erlangt. Es wird daher angenommen, dass es sich um einen tragischen Unglücksfall handeln könnte. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei werde eine Obduktion bei der Staatsanwaltschaft Hannover anregen, heißt es. (red)