Der Bund fördert mit seinem Denkmalschutz-Sonderprogramm die Dachsanierung des Hochzeitshauses in Hameln mit 450.000 Euro. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat dafür am Mittwoch, 6. Mai, die Mittel freigegeben. Das teilten der heimische Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps (SPD) und der Schaumburger Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU), der für seine Fraktion die Betreuung des Nachbarwahlkreises übernommen hat, mit. „Ich hoffe, dass wir hiermit dazu beitragen können, den Zustand und die Attraktivität des historischen Hochzeitshauses in der Stadt, sowie seine Nutzbarkeit, deutlich zu erhöhen”, so Beermann.

Das Dach des denkmalgeschützten Gebäudes ist dringend sanierungsbedürftig. Bauphysikalisch bedenkliche Einbauten im Dachraum in den Jahren 1996/97 haben den Zustand der Sandsteinplatten des Daches rapide verschlechtert. Der Wetterschutz kann nicht mehr gewährleistet werden. Die Dacheindeckung soll deshalb nun originalgetreu mit dem sogenannten Solling-Sandstein erneuert werden. Wie es in der Mitteilung von Schraps heißt, belaufen sich die gesamten Baukosten auf circa 1,41 Millionen Euro.

„Das Hochzeitshaus an seiner zentralen Stelle in der Hamelner Altstadt gehört insbesondere aufgrund seiner mit Ornamenten verzierten Sandsteinfassade zu den herausragenden Einzelbauten der Weserrenaissance“, erklärt Schraps. „Nicht nur für den Tourismus ist die Bewahrung historischer Bauwerke notwendig, denn sie dient auch der aktiven Heimatpflege und ich freue mich, dass der Bund die Stadt Hameln bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt“, so der SPD-Abgeordnete weiter.

Förderprogramm zum Denkmalschutz

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages hat in diesem Jahr 30 Millionen Euro für Programm “National wertvolle Kulturdenkmäler” bereitgestellt. Dieses wurde ins Leben gerufen, um die Erhaltung von Baudenkmälern, Bodendenkmälern sowie historischen Parks und Gärten zu unterstützen, denen insbesondere aufgrund architektonischer, historischer oderwissenschaftlicher Leistungen eine herausragende Bedeutung zukommt. (red)