Abriss Linsingen-Kaserne: Das Kino soll zuerst weichen

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Linsingen-Kaserne Hameln Abriss
Aktuell wird die Baustelle noch vorbereitet. Foto: Brümmer

Die ersten Baumaschinen warten bereits auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne auf ihren Einsatz. Die Engländer sind fort und der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Stadt schaffen nun Platz für etwas Neues. Auf dem ehemaligen Kasernengelände sollen beispielsweis ein Gesundheitscampus und ein Neubau für die Elisabeth-Selbert-Schule entstehen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg und dieser beginnt nun mit dem Abriss der alten Gebäude.

Das Kino muss zuerst weichen

Ein Abbruchunternehmen wurde gemeinsam von Landkreis, Stadt und GSW beauftragt die Arbeiten durchzuführen. Aktuell wird gerade noch die Baustelle eingerichtet und alles weitere für den Abriss vorbereitet. Richtig losgehen soll es um den 20. September herum. „Nach aktuellem bauablauftechnischem Stand wird mit dem Gebäude des ehemaligen Kinos an der Nordseite des Geländes begonnen. Abgebrochen werden grundsätzliche alle auf dem Gelände aufstehenden Gebäude, bis auf drei Einzelne, die stehen bleiben, sowie das Gebäude der ehemaligen Mensa. Neben den Gebäuden werden auch die versiegelten Flächen aufgebrochen und entnommen“, erklärt Sandra Lummitsch, Pressesprecherin des Landkreises.

Abbrucharbeiten bis Sommer 2020

Viele Anwohner sorgen sich bereits um den Lärm, Staub und über zahlreiche Lkws auf den Straßen, doch so schlimm soll es laut Angaben des Landkreises nicht werden. Die Abbrucharbeiten sollen rund neun Monate dauern und erfolgen werktags von 7 bis 20 Uhr und am Samstag von 7 bis 14 Uhr. „Während der Abbrucharbeiten ist es nicht vollständig auszuschließen, dass es zu erhöhten Lärm- und Staubentwicklungen kommen kann. Durch die Abbruchmethode werden sich diese aber im Rahmen halten. Die aufstehenden und abzubrechenden Gebäude werden durch Baggergreifer abgetragen. Diese Bagger sind mit einer großen hydraulischen Zange ausgerüstet und ‚knabbern‘ die Gebäude von her ab. Die versiegelten Flächen werden mit Bagger aufgebrochen. Das anfallende Abbruchmaterial wird direkt vor Ort auf dem Gelände zwischengelagert und mittels Brecher zerkleinert“, heißt es aus dem Kreishaus. Die große Abrissbirne kommt also nicht zum Einsatz.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen

Dennoch müssen sich die Anwohner auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einstellen. Zum einen durch Baustellenfahrzeuge, aber auch aufgrund der Lkws, die den Bauschutt abfahren. „Das anfallende Abbruchmaterial wird per Lkw über das Haupttor an der Süntelstraße abgefahren. Über dieses Tor erfolgt die gesamte Baustellenandienung. Straßen müssen nicht gesperrt werden, da die Abbrucharbeiten auf dem schon jetzt eingefriedeten, von einer Mauer umgebenen, Gelände erfolgen“, so Lummitsch.

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Doch nicht alle Materialien müssen abtransportiert werden. Einiges soll auch zum Verfüllen von Baugruben wieder verwendet werden, da auch die Keller der Gebäude mit „abgerissen“ werden sollen. „Auf diese Weise wird das ohnehin vorhandene Material vor Ort wiederverwendet und braucht nicht abtransportiert und anderen Orts entsorgt werden. Dies spart Zeit, Kosten und durch die entfallenen Transporten und das Wiederverwenden des Materials werden Ressourcen geschont“, berichtet Lummitsch weiter.

Nach dem Abriss

Doch wie geht es nach dem Abriss der Gebäude weiter? Der Landkreis will parallel mit den Abrissarbeiten auch mit den Planungen der Elisabeth-Selbert-Schule beginnen. „Diese Planungen beinhalten das Schulgebäude, als auch andere Gebäudeteile und die Geländegestaltung an sich“, so Lummitsch abschließend. Die Stadt Hameln könnte mit dem Bau des zentralen Busbahnhofes starten, doch was am Ende zuerst gebaut wird, lasse sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Eine Sache steht jedoch fest, viele Hamelner werden die Linsingen-Kaserne vermissen.

(lbr)