Aktion am Hochzeitshaus: Schweigen für die Kinder von Lügde

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Bei der Schweigeaktion wurden Kinderschuhe aufgestellt, Schilder hochgehalten und Kerzen angezündet - ohne Forderungen und Stimmungsmache. Foto: Brümmer

Und auf einmal wird es ganz still… Den dritten Mittwoch in Folge trafen sich mehrere Menschen vor dem Hochzeitshaus in der Hamelner Innenstadt um ein Zeichen für die Kinder von Lügde zu setzen. Die Betroffenen stellten Kinderschuhe auf und hielten Schilder hoch, doch Rufe oder Forderungen und Stimmungsmache, wie man es von Demonstration kennt, blieben aus. Es wurden Kerzen angezündet und geschwiegen.

Ins Leben gerufen wurde diese Schweigeaktion von einer Initiativgruppe. Bei ihrer Aktion sollen die Kinder im Vordergrund stehen und Betroffene können mit ihrer Teilnahme ein Zeichen setzen.

Am Mittwoch, 10. April, gesellten sich immer wieder Hamelner und Touristen zu den Schweigenden und nahmen ebenfalls Anteil. Auch sie stiegen in das Schweigen mit ein und bekamen eine Kerze. Auf dem sonst so turbulenten und lauten Pferdemarkt wurde es ruhiger. Und wenn sich die Besucher nicht an der Aktion beteiligten, so schauten sie zumindest worum es gerade geht.

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Der Fokus der Aktion liegt auf den Kindern und nicht auf dem möglichen Versagen der Behörden, den schrecklichen Einzelheiten des Prozesses oder dem Vergehen der Männern. Auch am nächsten Mittwoch soll es eine weitere Aktion am Hochzeitshaus geben.

(lbr)