Grohnde. Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue Castor-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Ein Probetransport hat bereits stattgefunden. Anlass genug fĂŒr das BĂŒndnis „Castor stoppen“ fĂŒr Sonntag, 2. Februar, einen bundesweiten Aktionstag auszurufen. Auch in Grohnde wird protestiert. Nur 12 Tage spĂ€ter tagen dort die Atom-BefĂŒrworter.

Aktionstag der Anti-Atom-Gruppen

Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesamt fĂŒr die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Einlagerungsgenehmigung fĂŒr sechs Castor-BehĂ€lter im Zwischenlager am AKW Biblis erteilt. Es fand auch bereits ein Castor-Probetransport nach Biblis statt. So werden nach vielen Jahren erstmals wieder neue Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf rollen. Laut der Protestinitiative „Castor stoppen“ steht einem hochradioaktiven AtommĂŒlltransport aus dem britischen Sellafield ins hessische Biblis nur noch die Erteilung der Transportgenehmigung im Weg. Unter dem Motto „Da bahnt sich was an“ veranstaltet das BĂŒndnis aus der Anti-AKW-Bewegung und Klimagruppen einen bundesweiten Aktionstag am Sonntag, 2. Februar, in Niedersachsen in Gorleben, Grohnde und Salzgitter. Eine Mahnwache mit RedebeitrĂ€gen findet um 14 Uhr vor dem AKW Grohnde statt. Weitere Informationen unter: www.castor-stoppen.de

Atomkraft-BefĂŒrworter tagen in Grohnde

Eine Klausurtagung des Pro-Atom-Vereins Nuklearia findet am 14. und 15. Februar im Emmerthaler Ortsteil statt. Im Rahmen dieses Meetings lĂ€dt der Vorstand alle Interessierten fĂŒr Freitag, 14. Februar, zu einem „Meet & Greet“ ein. Treffpunkt ist um 19 Uhr das Gasthaus „Zur Post“, Grohnder Straße 25. Ein festes Programm gibt es nicht. Die Nuklearia-Vorstandsmitglieder stehen zu allen Fragen Rede und Antwort. Wie der Verein auf seiner Webseite schreibt, wollen die Mitglieder auf eine Änderung des Atomgesetz hinwirken, damit Bau und Betrieb neuer Kernkraftwerke in Deutschland wieder möglich werden. Weitere Informationen unter: www.nuklearia.de

(red)