Bewerbertag im Jobcenter: Geflüchtete Menschen besser in den Arbeitsmarkt integrieren

45
IHAFA - Bewerbertag Jobcenter
Beim Bewerbertag wurde auch handwerkliches Geschick getestet. Foto: privat

Fachkräftemangel ist im Handwerk ein großes Thema. Geflüchtete Menschen integrieren ebenfalls. Mit dem Projekt IHAFA (Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber) setzt die Handwerkskammer dagegen. Hier werden geflüchtete Menschen und Handwerksbetriebe zusammengeführt. Ziel sei für die einen eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt, für die anderen der Gewinn von Fachkräften. Das Jobcenter Hameln-Pyrmont organisierte nun erstmalig für die IHAFA einen Bewerbertag.

Insgesamt elf Personen besuchten den Bewerbertag im Jobcenter. Fred Luszick, Projektleiter IHAFA erklärte bei der Begrüßung: „Wir helfen Ihnen, den richtigen Beruf zu finden, beraten und unterstützen Sie dabei.“ Der Bewerbertag sei dazu da, Kenntnisse und Fähigkeiten festzustellen. „Dazu führen wir drei unterschiedliche Tests mit Ihnen durch – in Deutsch, Mathe und einer handwerklichen Übung“, so Luszick. Anhand eines kurzen Steckbriefes und der Testergebnisse wurden später Einzelgespräche geführt. Hier konnte individuell auf die Belange und Wünsche eingegangen werden.

Das IHAFA-Team ist sich einig: „Wir hatten tolle, konstruktive Gespräche.“ Beeindruckend seien die guten Deutschkenntnisse der Teilnehmer. In Zukunft sollen regelmäßig Bewerbertage im Jobcenter mit der IHAFA stattfinden.

  • Ahrens Fachmarkt

Marco Rackebrandt vom Jobcenter begleitete die Veranstaltung: „Wir sind zwar Gastgeber und haben die Teilnehmenden eingeladen, das Programm selbst gestaltet jedoch die Handwerkskammer.“ Die Teilnehmenden wurden nach bestimmten Kriterien ausgesucht. Mindestens Sprachniveau B1, besser noch B2 und nicht älter als 35 Jahre, das sind die Vorgaben aus dem Projekt. Um erfolgreich eine Ausbildung zu machen, seien gute Sprachkenntnisse erforderlich.

Zur Vorbereitung auf eine Ausbildung ist eine Einstiegsqualifizierung möglich. Die kann bereits im späteren Ausbildungsbetrieb erfolgen. Der künftige Azubi lernt dabei bereits seinen späteren Beruf kennen und kann sich mit den Arbeitsabläufen vertraut machen. „Abbrüche werden so vermieden. Wer zuvor mehrere Monate in dem Betrieb mitgewirkt hat, weiß, ob es das richtige ist. Gleichwohl gilt dies auch für den Ausbilder“, meint Rackebrand.

(red)