Die Bedrohung der Honigbiene ist bekannt, aber auch andere Insekten, wie Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge oder Ameisen, erfĂŒllen wichtige Funktionen in der Natur. Sie alle brauchen Nahrungsquellen und LebensrĂ€ume.

“Unsere Natur und Umwelt ist unsere wichtigste Lebensgrundlage, an der wir Menschen in den letzten hundert Jahren Raubbau betrieben haben. Die Konzentration von Treibhausgasen in der ErdatmosphĂ€re hat rapide zugenommen, die globale Durchschnittstemperatur ist gestiegen. Heute steht das gesamte Klimasystem der Erde auf der Kippe. Das Wachstum der Weltbevölkerung und der weltweit verbesserte Lebensstandard fĂŒhren zwangslĂ€ufig zu höheren Kohlendioxidausstoße”, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtwerke. 

„Nachhaltigkeit ist auch fĂŒr uns als Unternehmen der Energiebranche ein wichtiges Thema. Über beispielsweise den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und umweltfreundlicher MobilitĂ€t hinaus gibt es auch weitere Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, die wir aus Überzeugung angehen“, so Stadtwerke-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Susanne Treptow.

Gemeinsam mit den hiesigen Landwirten ist daher auf der letzten Feldbereisung die Idee entstanden, etwas gegen das Bienen- und Insektensterben zu unternehmen. Im Bereich des Wasserschutzes arbeiten die beiden Partner schon seit ĂŒber 25 Jahren erfolgreich zusammen. Nicht nur reden, sondern auch Handeln, waren sich die Landwirte und
Projekt-Initiatorin Treptow einig.

Bienen werden immer seltener. Sie haben aber großen Einfluss auf unser Ökosystem, denn sie bestĂ€uben rund 80 Prozent der Pflanzen und sorgen damit letztendlich fĂŒr unsere Nahrung. Durch BlĂŒhflĂ€chen können sich Boden und Artenvielfalt erholen. Jeder kann etwas tun und einen Beitrag nach seinen Möglichkeiten leisten, beispielsweise bienenfreundliche Stauden und KrĂ€uter pflanzen und sĂ€en, Blumenwiesen und -sĂ€ume anlegen. Hier finden die kleinen Helfer dann reichlich Nahrung.

„In den letzten Jahren wurden bereits BlĂŒhstreifen angelegt und die Ökovielfalt in den Wasserschutzgebieten wurde verbessert“, informiert der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Landwirte, Friedrich Hake.

Jetzt werden weitere mehr als 30.000 m2 BlĂŒhstreifen in den Wasserschutzgebieten und 6.000 m2 Blumenwiesen auf den EigentumsflĂ€chen der Stadtwerke Hameln entstehen. Die Stadtwerke finanzieren das Saatgut und die Ausbringung im Bereich der Blumenwiesen. Imker werden Bienenkörbe aufstellen, sodass die Bienen und Insekten ein neues Zuhause erhalten.

„Es ist ein tolles GefĂŒhl, hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Ich freue mich, dass ich so viele Akteure gewinnen konnte und bedanke mich bei den Landwirten, die auch schon in der Vergangenheit viel fĂŒr den Erhalt der LebensrĂ€ume von Bienen und Insekten getan haben. Mit den neuen Anpflanzungen sammeln wir wertvolle Erfahrungen. Auch zukĂŒnftig werden wir weitere Projekte zur Förderung der Natur und Umwelt umsetzen“, sagt Susanne Treptow begeistert. (red)