Die beschlossenen Maßnahmen zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich haben unter anderem Auswirkungen auf Autohäuser. Jörn Tacke, Inhaber des Fahrzeug-Center Janke in Hameln, beschreibt die aktuelle Lage aus seiner Sicht als Unternehmer:

„Die Situation ist mehr als angespannt, eher erdrückend. Auf der einen Seite müssen wir unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen schützen, auf der anderen Seite hat momentan jeder Unternehmer starke Existenzängste. Nach Leitlinie der Bundesregierung, die bis auf Kreisebene in Form einer Allgemeinverfügung umzusetzen ist, darf bis zum 19. April kein stationärer Fahrzeug-, Teile- und Zubehörhandel mehr stattfinden. Eine wichtige Säule ist somit weggebrochen. Der Werkstattbetrieb darf weiterlaufen, allerdings unter starken hygienischen Vorgaben. Ein direkter Kundenkontakt – Auge in Auge – ist möglichst auszuschließen – also haben wir die Türen geschlossen, telefonieren mit dem Kunden bezüglich Fahrzeugabgabe, Schlüsselübergabe und Bezahlung. Langsam merken die Kunden, wie ernst die Situation ist – und wir, wir haben zwar schon seit Wochen ein stark angepasstes Hygieneprogramm, werden jeden Tag aufs Neue verunsichert. Informationen müssen wir uns selbst beschaffen und konkrete allgemeinverbindliche Handlungsanweisungen gibt es nicht. Tja, und der Friseur darf weiter die Haare schneiden. Niemand hätte gedacht, dass es jemals so weit kommen kann. Bleibt abzuwarten, welche gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen das Ganze hat. Ich wünsche Euch jedenfalls alles erdenklich Gute und dass wir alle mit einem ‚blauen Auge‘ aus der Nummer rauskommen. Euer Jörn Tacke mit Team.“
(red)