Bereits zum 29. Mal hatten die Stadtwerke Hameln zur traditionellen Feldbereisung in das Wasserschutzgebiet Hameln-SĂŒd eingeladen. Am Sonntagvormittag, 30. Juni, trafen sich rund 55 Vertreter der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Boden- und Geowissenschaften, der Kommunalpolitik sowie zustĂ€ndiger Fachbehörden beim Vorwerk Ohsen im sĂŒdlichen Bereich des Wasserschutzgebietes Hameln-SĂŒd.

Stadtwerke-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Susanne Treptow und Friedrich Hake, in seiner Funktion als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der im Wasserschutzgebiet Hameln-SĂŒd wirtschaftenden Landwirte, unterstrichen in ihrer BegrĂŒĂŸung der GĂ€ste ihre gemeinsame Aufgabe zur nachhaltigen Produktion von sauberem Trinkwasser. Im Rahmen der Feldbereisung wurden mit der VerschĂ€rfung der DĂŒngeverordnung und der Förderung der Bienen- und Insektenvielfalt zwei aktuelle Themen aufgegriffen.

An der ersten Station stellte Herr Dr. Geries ein Bodenprofil vor. Die neuen rechtlichen Herausforderungen wurden vor dem Hintergrund einer standortangepassten Bewirtschaftung eingeordnet und erlĂ€utert. Anhand von Feldversuchen zur reduzierten StickstoffdĂŒngung, die bereits vor ĂŒber 20 Jahren von den Stadtwerken Hameln im Wasser-schutzgebiet angelegt wurden, stellte Frau Tappe vom beratenden IngenieurbĂŒro Geries Ingenieure die Auswirkungen der erhöhten Anforderungen auf Ertrag und WasserqualitĂ€t dar. Die NiedersĂ€chsische Ackerbaustrategie wurde aufgegriffen und Möglichkeiten einer teilflĂ€chenspezifischen DĂŒngung vorgefĂŒhrt.

Andreas Riecke, Betriebsleiter der DomĂ€ne Ohsen, gab den Teilnehmern der Feldbereisung einen Überblick ĂŒber seinen Betrieb. Neben vielfĂ€ltiger Fruchtfolgen hat die Schaffung von BlĂŒh- und GewĂ€sserrandstreifen fĂŒr Riecke seit langem einen hohen Stellenwert. Über eine FlĂ€che von 10 Hektar wurden an Feld- und WaldrĂ€ndern sowie GewĂ€ssern BlĂŒh- und GewĂ€sserrandstreifen zur Förderung der Insektenvielfalt und gleichzeitig als RĂŒckzugsmöglichkeiten fĂŒr Wildtiere angelegt.

An der letzten Station wurde das zweite Schwerpunktthema „Förderung der Bienen- und Insektenvielfalt“ ausgefĂŒhrt. Um den Insekten geeigneten Lebensraum zu bieten, wollen die Stadtwerke zukĂŒnftig nach dem Motto „Bienenschutz ist Wasserschutz!“ die Einrichtung von BlĂŒhwiesen und -streifen und die Lebensraumvernetzung in den Wasserschutzgebieten in Kooperation mit der Landwirtschaft fördern. Frau Diebel-Geries informierte gemeinsam mit den Imkern Herrn Wollenweber und Herrn Sielemann zu aktuellen Programmen und Möglichkeiten, um die Zusammenarbeit zwischen Imkern und der Landwirtschaft zu intensivieren.

Zum Abschluss der Bereisung wurde am Vorwerk Ohsen die Feldbereisung bei einem kleinen Imbiss nachbesprochen.
(red)