182 Fahrer trafen sich am Freitag, 29. November, in der Motorsport Arena Oschersleben zum gro├čen Finale der Eco-Grand-Prix-Serie 2019. 40 reine Elektrofahrzeuge traten an. Ziel der Veranstaltung waren nicht H├Âchstgeschwindigkeiten, sondern das Erreichen der weitesten Fahrstrecke mit m├Âglichst optimaler Energienutzung.

Der 24-st├╝ndige Wettbewerb bot einige enge Positionsk├Ąmpfe bis zum Schluss. Das Team ÔÇ×Rattenf├ĄngerinnenÔÇť aus Hameln startete als erstes reines Frauenteam der Eco-Grand-Prix-Geschichte vom ersten Startplatz. Bereits vor der ersten Kurve lie├č das Team jedoch einige Konkurrenten an sich vorbeiziehen, um seine eigene Strategie zu verfolgen. Zwischenzeitlich waren die Frauen auf Platz 34.

Durch die kalte Nacht fuhren alle Teams trotz teilweise glatter Fahrbahn sicher ihre Runden. Bis zum Morgengrauen wechselten die f├╝hrenden Fahrzeuge immer wieder. Die drei Renault ZOE der Teams von ÔÇ×L├╝demann & ZankelÔÇť fuhren im Windschatten hintereinander her. Ihre Strategie sp├╝lte diese Renault-Teams sogar auf die vordersten Pl├Ątze. Das Team ÔÇ×e4TestivalÔÇť nutzte diese Strategie ebenfalls aus, setzte sich hinter den Tross von ÔÇ×L├╝demann & ZankelÔÇť und landete damit am Ende sogar auf Platz zwei.

Der Vorjahressieger ÔÇ×Roadster ClassicÔÇť mit einem Tesla Roadster und erfahrenen Eco-Grand-Prix-Piloten trieb den zweitplatzierten KIA lange Zeit vor sich her. Kurz vor Schluss rollte der Roadster jedoch mit leeren Batterien in die Boxengasse und konnte vom Team nur noch in die Box geschoben werden. Das Team fiel dadurch vom sicher geglaubten dritten auf den sechsten Platz zur├╝ck, wodurch einer der Renault ZOE von ÔÇ×L├╝demann & ZankelÔÇť dankend auf den letzten Podestplatz nachr├╝ckte.

Foto: Eco Grand Prix

Die Rattenf├Ąngerinnen fuhren bei ihrem ersten Rennen ├╝berhaupt auf Platz 27. “Ich bin sehr zufrieden mit diesem Platz und stolz auf meine M├Ądels, die teilweise erst einmal zuvor in einem Elektroauto gesessen haben”, so die Team-Kapit├Ąnin Julia Maulhardt.

Der Vorjahresrekord von 495 Runden des Teams ÔÇ×Roadster ClassicÔÇť konnte von keinem Teilnehmer ├╝bertrumpft werden, weshalb das Team weiterhin Distanz-Rekordhalter auf dem B├Ârdekurs bleibt.

Das ukrainische Team ÔÇ×Eco factorÔÇť fuhr mit einem Tesla Model 3 487 Runden und schaffte es so auf den ersten Platz. Freudestrahlend nahmen Teamkapit├Ąn Sergei Velchev, Oleksandr Demian, Yuriy Arabadzhy und Ruslan Skulimovskyy die Troph├Ąe von der vierfachen Boxweltmeisterin Alicia Melina entgegen und traten die voll elektrische R├╝ckreise von 2000 Kilometern in ihre Heimat an.

Insgesamt legten alle Fahrzeuge in den 24 Stunden 16.460 Runden auf dem 2.435 Meter langen B-Kurs der Strecke zur├╝ck. Das entspricht 40.810 voll elektrisch gefahrenen Kilometern ÔÇô eine komplette Weltumrundung. Verwendet wurde dabei lediglich eine Ladeinfrastruktur von handels├╝blichen Drehstromsteckdosen f├╝r alle Fahrzeuge.
Organisator Rafael de Mestre m├Âchte damit zeigen, dass Elektromobilit├Ąt ├╝berall funktioniert, keiner sonderlichen Infrastruktur bedarf und jede Menge Spa├č bereiten kann. Unterst├╝tzt wurde er bei der Durchf├╝hrung der ÔÇ×24 Stunden von DeutschlandÔÇť von 30 ehrenamtlichen Helfern der Interessengemeinschaft Elektromobilit├Ąt Berlin Brandenburg (IGEMBB).

Insgesamt legten alle Fahrzeuge in den 24 Stunden 16.460 Runden auf der Strecke zur├╝ck. Foto: Eco Grand Prix

Weitere Informationen zur Eco-Grand-Prix-Serie sowie Anmeldungen zu den n├Ąchsten Wettbewerben und demn├Ąchst die Ranglisten der Saison 2019 sind unter www.ecograndprix.com zu finden. (red)