Der geplante Bildungs- und Gesundheitscampus auf dem GelÀnde der ehemaligen Linsingenkaserne soll einen Begegnungort erhalten.

Das fordert zumindest die rot-rote Gruppe im Hamelner Stadtrat per Antrag. Entsprechende PlĂ€ne sollen die Stadt und der Landkreis gegebenenfalls mit weiteren Kooperationspartnern erarbeiten. Die Gruppe aus SPD und LINKEN im Hamelner Rat schließt sich damit einer Forderung der Mehrheitsgruppe im Kreistag an. Mit dem Abriss der Mensa ergebe sich eine ganz neue Situation fĂŒr den Campus. Aus Sicht der Gruppe SPD/Linke gehören zu einem Campus nicht nur Orte des Lernens und die Menschen, die den Campus mit Leben fĂŒllen, sondern auch passende Infrastruktur.

Bis zur Entscheidung des Kreistags, die bisherige Mensa abzureißen, war das Konzept auch vollstĂ€ndig. Mit dem Entschluss fĂŒr den Abriss, ergibt sich eine neue Sachlage.

“Wir können keinen Campus bauen fĂŒr mehrere Tausend Menschen, die dort lernen und lehren sollen und denen dann keine Möglichkeit bieten, direkt vor Ort ihre Mahlzeiten zu beziehen. Ein Campus ist ein Ort der sozialen Begegnung. DafĂŒr mĂŒssen wir auch RĂ€ume schaffen. Einen Ort wo man sich begegnet, zusammen isst oder einen Kaffee trinkt. Solche Orte fĂŒllen einen Campus mit Leben. Das darf auf keinen Fall fehlen.” so Gerd Siepmann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Hamelner Rat. Und sieht weitere Möglichkeiten: “Ein solcher Begegnungsort kann eine große Strahlkraft in die umliegende Nachbarschaft
entfalten, Stadtteil-IdentitĂ€t bringen und so Akzeptanz schaffen.”

Auch Wilfried Binder, Fraktionsvorsitzender der SPD und Gruppensprecher der SPD/Linken-Gruppe sieht das so: “Als wir das Profil fĂŒr unseren Teil des Campus im Rat beschlossen haben, war das Konzept vollstĂ€ndig. Die Mensa, zwar auf dem Teil des Landkreises, war als gemeinsamer Begegnungsort geplant. Mit der Entscheidung zum Abriss der Mensa wurde von Seiten des Landkreises ein Loch in die Konzeption des gesamten Campus gerissen.” Binder befĂŒrchtet: “FĂŒr interessierte BildungstrĂ€ger, die auf dem Campus investieren wollen, ist das ein großes Manko. Das mĂŒssen jetzt die Verwaltungen von Stadt und Landkreis abstellen, um das Projekt weiter nach vorne zu bringen. FĂŒr den Campus und fĂŒr die gesamte Region.”

Über den Antrag soll erstmals im Ausschuss fĂŒr Stadtentwicklung am 16. September beraten werden.