Rund 1.300 Privathaushalte, Gewerbebetriebe sowie zahlreiche kommunale Einrichtungen in Hameln sind zurzeit an das FernwĂ€rmenetz der Enertec angeschlossen. Und immer mehr Kunden entdecken die VorzĂŒge der klimafreundlichen und komfortablen WĂ€rmeversorgung fĂŒr sich. Das Unternehmen investiert deshalb jĂ€hrlich MillionenbetrĂ€ge in Ausbau, StĂ€rkung und Erneuerung des rund 64 Kilometer langen Netzes, um die KundenwĂŒnsche zu erfĂŒllen und etwas fĂŒr Hamelns saubere Luft zu tun.

In diesem Jahr haben Enertec-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Pörtner und der Leiter der FernwĂ€rmeversorgung, Kai Gnuschke, rund 2,4 Millionen Euro fĂŒr den Neubau von Stationen und Leitungen, den Ersatz einzelner Netzabschnitte und die Instandhaltung des bestehenden Netzes eingeplant. 2018 flossen sogar 2,6 Millionen Euro in das Hamelner FernwĂ€rmenetz.

Der Wunsch der Kunden nach Neuanschluss an die FernwĂ€rmeversorgung oder die VerstĂ€rkung eines vorhandenen Anschlusses sowie Straßenbauvorhaben der Stadt oder anderer BautrĂ€ger spielen fĂŒr die Enertec-Verantwortlichen bei der Entscheidung ĂŒber einzelne Investitionsmaßnahmen eine entscheidende Rolle.

Im vergangenen Jahr war die Enertec deshalb vor allem im Norden Hamelns aktiv. So flossen in den Anschluss des Schulzentrums Nord, der im Oktober 2018 erfolgte, rund 850.000 Euro. Im engen Zusammenhang hiermit standen die Arbeiten im Netzgebiet Fahlte. FĂŒr die Neubauten der Umformstationen Linsingen und SĂŒntelstraße sowie Leitungsarbeiten auf dem Linsingen-GelĂ€nde gab die Enertec im Jahr 2018 ĂŒber eine Million Euro aus.

Auch 2019 verbaut die Enertec rund 320.000 Euro im Bereich Fahlte. Im Zuge der Komplettsanierung der Straße wird die Enertec dort Leitungen fĂŒr eine kommende Netzerweiterung verlegen. Im April 2019 beginnt die Enertec mit dem Bau einer 500 Meter langen Dampfleitung in der Kuhlmannstraße als Ersatz fĂŒr die dort befindliche Dampfleitung. Auch diese Maßnahme steht in engem Zusammenhang mit der dortigen Straßensanierung. Hier rechnen Pörtner und Gnuschke mit einer Investition von etwa 400.000 Euro.

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt 2019 in Afferde. Dort schließt die Enertec in der Breslauer Straße fĂŒr rund 350.000 Euro fĂŒnf MehrfamilienhĂ€user an das FernwĂ€rmenetz an. Auf dem Arbeitsprogramm 2019 stehen fĂŒr FernwĂ€rmechef Kai Gnuschke außerdem die Erneuerung der Leitungen auf dem Markt und in der Wellhausenstraße, ein Ersatz fĂŒr Leitung und Dampfstation Lohstraße, ein Neubau der Dampfstation in der Arbeitsagentur in der SĂŒntelstraße im Zuge des von der Arbeitsagentur geplanten Umbaus sowie der Neuanschluss der Pestalozzischule. Und er betont: „Bei Arbeiten im öffentlichen Raum stimmen wir uns selbstverstĂ€ndlich mit der Stadt Hameln und gegebenenfalls auch mit weiteren BautrĂ€gern eng ab. Ziel ist es immer, die Arbeiten gut zu koordinieren und die EinschrĂ€nkungen fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger so gering wie möglich zu halten.“

Wann genau wo die Bagger anrĂŒcken werden, kann Gnuschke zurzeit noch nicht sagen: „Wir sind momentan noch in der Ausschreibungsphase. Erst danach wissen wir genau, welche BaukapazitĂ€ten wir wann zur VerfĂŒgung haben. Und natĂŒrlich sind wir auch davon abhĂ€ngig, wie Straßenbau oder die Bauvorhaben unserer Kunden vorankommen.“ Ab April werde die Enertec aber verstĂ€rkt tĂ€tig.

Denn neben den großen Investitionsvorhaben gelte es ja auch, die regulĂ€ren Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Umformstationen, Leitungen, Schachtbauwerken und KundenĂŒbergabestationen zu erledigen.

Auch ĂŒber 2019 hinaus will die Enertec bei Modernisierung und Ausbau der FernwĂ€rmeversorgung in Hameln am Ball bleiben. So stehen zwischen 2020 und 2025 unter anderem fĂŒr die Umstellung von Dampf- auf den fĂŒr die Kunden bequemeren Heißwasserbetrieb Investitionen von rund sechs Millionen Euro auf der Agenda.

Die Enertec-Verantwortlichen sind sich bewusst, dass sie sich mit ihrer regen BautĂ€tigkeit nicht nur Freunde machen. Auf lange Sicht kĂ€me sie aber allen Hamelnern zugute. „So unangenehm es fĂŒr Anlieger und Autofahrer ist, wenn wir Straßen und PlĂ€tze fĂŒr unsere Arbeit sperren oder verengen mĂŒssen – es ist wichtig, unser Netz instand zu halten“, bittet GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Pörtner um VerstĂ€ndnis. „Unsere Leitungen halten viele Jahrzehnte, aber leider nicht ewig.“

FĂŒr alle Hamelner BĂŒrger sei es zudem von Vorteil, wenn die FernwĂ€rme neue Kunden gewinne: „Jeder Haushalt, der mit FernwĂ€rme heizt, macht die Luft in Hameln sauberer. Denn durch die zentrale Erzeugung der WĂ€rmeenergie in unserer Anlage am Heinrich-Schoormann-Weg fallen dank unserer effizienten Rauchgasreinigung viel weniger Schadstoffe an als bei den vielen sonst notwendigen Einzelheizungen.“ Außerdem werde die FernwĂ€rme in Kraft-WĂ€rme-Kopplung – also zusammen mit Strom – zu einem wesentlichen Teil aus erneuerbaren EnergietrĂ€gern produziert, nĂ€mlich Altholz und Abfall, der sich wiederum etwa zur HĂ€lfte aus biogenen Bestandteilen zusammensetze. Pörtners Fazit: „Es lohnt sich, in den Ausbau der FernwĂ€rme zu investieren. Sie trĂ€gt einen wichtigen Teil dazu bei, das Klima in Hameln und darĂŒber hinaus zu schĂŒtzen.“

(red)