Die Stadtwerke Hameln warnen vor unlauterer Telefonwerbung, mit der Strom- oder Gasliefervertr├Ąge verkauft werden sollen. Mehrere Kunden meldeten sich bereits bei den Stadtwerken und schilderten das Auftreten unseri├Âser Anrufer. In den geschilderten F├Ąllen wird Kunden der Eindruck vermittelt, dass die ÔÇ×EnergieberaterÔÇť in Kooperation mit den Stadtwerken st├╝nden.

ÔÇ×Entgegen den Aussagen haben die anrufenden Unternehmen nichts mit den Stadtwerken zu tun! Auch viele weitere Falschaussagen, die im Laufe des Telefonats als Grund f├╝r einen Wechsel angef├╝hrt werden, entbehren meist jeglicher GrundlageÔÇť, so Natalie Sch├Ąfer, Pressesprecherin der Stadtwerke Hameln und Leiterin des Kundenservice.

Vor allem versto├čen solche Telefonanrufe ohne vorheriges Einverst├Ąndnis des Angerufenen gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und sind daher unzul├Ąssig. Entsprechende Gerichtsurteile dazu liegen bereits vor. Ein Vertragsabschluss kann bereits erfolgen, wenn zum Beispiel lediglich Informationsmaterial angefordert wird, tats├Ąchlich aber eine schriftliche Auftragsbest├Ątigung zugeschickt wird.

Grunds├Ątzlich sind solche Vertr├Ąge tats├Ąchlich g├╝ltig, es gilt allerdings eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Schnelles Reagieren ist daher notwendig. Widersprechen Sie dem vermeintlichen Vertragsabschluss schriftlich per Einschreiben mit R├╝ckschein. Eine Begr├╝ndung ist nicht notwendig. Die Stadtwerke Hameln helfen den betroffenen Kunden auch gerne mit einer Widerrufs-Vorlage weiter.

Bei unerbetenen Werbeanrufen kann dem Anrufer gegen├╝ber ruhig ein gesundes Misstrauen an den Tag gelegt werden. Wer einen Werbeanruf erh├Ąlt, sollte sich grunds├Ątzlich entweder durch schnelles Beenden des Gespr├Ąches sch├╝tzen oder zumindest folgende Fragen stellen:

ÔÇó Wer ist der Anrufer? (Vorname und Name)

ÔÇó Im Auftrag welcher Firma ruft er an? (Name der Firma und/oder des Lieferanten)

ÔÇó Welche Telefonnummer hat der Anrufer? (auch abfragen, wenn im Display lesbar)

ÔÇó Wer hat dem Anrufer das Einverst├Ąndnis zur Telefonwerbung erteilt?

Ganz wichtig, um ungewollte Vertragsabschl├╝sse am Telefon zu verhindern: Nennen Sie KEINE pers├Ânlichen Daten, KEINE Z├Ąhlernummer und KEINE Kundennummer! Unterschreiben Sie keine Dokumente, ohne diese vorher ausgiebig gepr├╝ft zu haben (nur unseri├Âse Anbieter dr├Ąngen zu schnellen Unterschriften).

Notieren Sie in jedem Fall die Antworten auf oben genannte Fragen sowie Datum und Uhrzeit. Handelt es sich um einen unerlaubten Werbeanruf, geht auch die Bundesnetzagentur solchen F├Ąllen nach. Es sind

Ordnungswidrigkeiten, die mit Bu├čgeldern von bis zu 300.000 Euro geahndet werden. Beschwerden k├Ânnen der Bundesnetzagentur zum Beispiel ├╝ber ein Formblatt per Post mitgeteilt werden oder online auf www.bundesnetzagentur.de.

ÔÇ×Wir betreiben grunds├Ątzlich keine Haust├╝r- oder Telefongesch├Ąfte. Dar├╝ber hinaus geben wir auch keine Kundendaten an Dritte weiter. Im Zweifel k├Ânnen Sie sich sofort telefonisch bei uns melden. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 788 0000 sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kundencenter erreichbar und helfen auch, wenn bereits ein Vertrag unterschrieben wurde. F├╝r eine K├╝ndigung bzw. einen Widerruf bleibt immer noch eine Frist von 14 Tagen ab VertragsabschlussÔÇť, erkl├Ąrt Natalie Sch├Ąfer.

Auch Verbrauchersch├╝tzer raten seit Jahren grunds├Ątzlich davon ab, Strom- oder Gasvertr├Ąge am Telefon oder an der Haust├╝r abzuschlie├čen, doch die Zahl der Telefon- oder Haust├╝rgesch├Ąfte in der Energiebranche steigt. Dabei sind es nicht immer neue oder unbekannte Energieanbieter, die an der Haust├╝r schnelle Gesch├Ąfte machen wollen, auch gro├če, bekannte Namen versuchen, mit dieser fragw├╝rdigen Gesch├Ąftsmethode Vertr├Ąge abzuschlie├čen.