Führungswechsel im Sana Klinikum: Notaufnahme unter neuer Leitung

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Dr. Schwerdtfeger und Dr. Müller - Neue Leitung Notaufnahme
(v.links) Dr. Ben Schwerdtfeger und Dr. Wolfgang Müller. Foto: Sana Klinikum

Rund 28.000 Patienten suchen jährlich die Notaufnahme des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont auf. Im Schnitt hatte damit jeder zweite Hamelner im Jahr Kontakt mit Dr. Wolfgang Müller und seinem Team. Nicht wenige verdanken ihm ihr Leben, denn als Leiter der Notaufnahme behandelte er Schwerstverletzte und koordinierte die Erstversorgung. Jetzt verabschiedet sich Dr. Müller nach mehr als 33 Jahren Dienst für das Sana Klinikum in den Ruhestand.

Dieser Schritt falle dem 65-Jährigen nicht leicht. Bereits 1982 begann er seine ärztliche Ausbildung in Hameln und kehrte nach seiner kardiologischen Weiterbildung in Malente ins Sana Klinikum Hameln zurück. Für die Kardiologie war Dr. Müller bis 2014 tätig, bevor er die Leitung der Notaufnahme übernahm. „Wir danken Dr. Müller für seine langjährige, gute und stets konstruktive Zusammenarbeit. Er hat die Abläufe in der Notaufnahme mit seinem ärztlichen und pflegerischen Team deutlich weiterentwickelt“, verabschiedete ihn Geschäftsführer Marco Kempka.

Dr. Ben Schwerdtfeger übernimmt die Chefarztposition in der Notaufnahme

Die Geschäftsführung sei glücklich darüber, dass ein nahtloser Führungswechsel zum neuen Jahr möglich war. „Wir freuen uns, mit Dr. Ben Schwerdtfeger einen erfahrenen Anästhesisten, Intensiv- und Notfallmediziner für die Position des Chefarztes unserer Notaufnahme gefunden zu haben, der über die Klinikpforte hinaus bekannt und geschätzt ist.“, so Kempka.

Dr. Schwerdtfeger ist seit mehr als vier Jahren als Oberarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin im Sana Klinikum tätig. Nach seinem Studium arbeitete er in verschiedenen anästhesiologischen Abteilungen und Kliniken in der Region Hannover. Im Jahr 2015 etablierte er in Hameln den Akutschmerzdienst, den er seitdem auch leitet, absolvierte die Ausbildung zum OP-Manager und durchlief das Sana-Management-Programm für Oberärzte. Zudem ist Dr. Schwerdtfeger Leitender Notarzt im Landkreis Hameln-Pyrmont und verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Notfallmedizin. Zum 1. Januar übernahm er die organisatorische Leitung des Notarztstützpunkts und ist in Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Meckelburg, dem ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, für die Ausstattung und Besetzung des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) zuständig.

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Der gebürtige Hannoveraner und Vater von zwei Kindern sieht seinem Karriereschritt positiv entgegen. „Ich freue mich, an der guten Vorarbeit von Dr. Müller anknüpfen zu können und an der Vision einer modernen Notaufnahme, mit einer innovativen Organisationsstruktur und patientenfokussierten Prozessen, weiter zu arbeiten. Dabei liegt mir die Patientenbehandlung, das fächerübergreifende Arbeiten, die Zusammenarbeit mit den hauseigenen Pflegenden und Ärzten, den niedergelassenen Ärzten sowie den am Rettungsdienst teilnehmenden Organisationen gleichermaßen am Herzen“, so Dr. Schwerdtfeger.

Mit Dr. Schwerdtfeger soll das Konzept Notaufnahme im Sana Klinikum zukunftsweisend aufgestellt werden. Im Rahmen von Umstrukturierungsprozessen soll ein eigenes Ärzteteam in der Notaufnahme tätig sein, welches von den Ärzten aus den hauseigenen Fachkliniken unterstützt wird. „Mit dieser personellen Neuordnung reagieren wir auf den stetig steigenden Zuspruch unserer Notaufnahme“, so Reelsen, Personalleiter des Sana Klinikums. Als Schnittstelle zwischen Rettungsdienst, niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus würden immer mehr Anforderungen an die Notaufnahme gestellt und eine schnelle, präzise und wohnortnahe Versorgung gefordert, trotz der engen politischen Rahmenbedingungen. „Das Konzept Notaufnahme kann nur im Zusammenspiel aller Beteiligten und mit einer guten Kommunikation im gesamten Team funktionieren“, erklärt Reelsen. Teambildende Maßnahmen und die konsequente Anwendung des Manchester Triage Systems, ein System, das die Versorgung echter Notfälle beschleunigt, seien für ihn unabdingbare Bausteine im Blick auf die Patientenzufriedenheit. „Wir behandeln jeden Patienten, der unsere Notaufnahme aufsucht. Handelt es sich um keinen akuten Notfall, also eine weniger dringliche Erkrankung, hängt die Wartezeit immer von der Schwere der Erkrankung und der derzeitigen Anzahl notfallmäßiger Patienten ab.“

(red)