Gedenkstunde zum Antikriegstag am 1. September um 12 Uhr auf dem Friedhof Wehl (Gräberfeld C1).

Auch in Zeiten der Pandemie und einer immer weiter wachsenden und offen marschierenden Rechten in Deutschland ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen!

Ein Zeichen gegen den Faschismus!
Ein Zeichen gegen den Krieg.
Ein Zeichen fĂĽr den Frieden!

Wir wollen gemeinsam mit Euch, mit dem nötigen Abstand zueinander, am Gräberfeld für die Toten des Zuchthauses Hameln auf dem Friedhof Am Wehl dieses Zeichen setzen.

Ihr seid herzlich eingeladen.

Redner:
Bernhard Gelderblom (Verein fĂĽr regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.)
Stephan Marquardt (Kreissprecher DIE LINKE. Hameln-Pyrmont)
Dirk Adomat (Landrat Hameln-Pyrmont)
V.i.S.d.P. Volker Eggers, Bunt statt Braun, OsterstraĂźe 26, 31785 Hameln

Mit diesem Aufruf bekräftigt das regionale Bündnis Bunt statt Braun seine Warnungen seit seinem Bestehen Anfang 2009 vor den Gefahren von Menschenverachtung, Ausgrenzung und Rechtspopulismus.
 
Die NSU-Morde, der Brandanschlag in Salzhemmendorf, die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, die Tötung des Politikers Walter Lübcke, der Mordanschlag in Hanau und die
Hassparolen gegenĂĽber Juden, Muslimen, GeflĂĽchteten und weiteren Minderheiten
sowie Angriffe auf Ehrenamtliche und Engagierte bilden die GrĂĽnde fĂĽr diesen Aufruf.

Auch vor Ort kommt es immer häufiger zu verbalen und körperlichen Übergriffen.
Daher wenden sich die Unterzeichner mit diesen zehn Punkten an die Menschen im Landkreis:

1. Geschlossen zusammenstehen: Wir wollen gemeinsam gegen Gewalt, Bedrohungen, Hass und Extremismus jeglicher Art eintreten!

2. Ernst nehmen: Zu viele Menschen erleben täglich erniedrigende, verletzende, gewaltsame Äußerungen und Übergriffe, die ernst genommen werden müssen. Populistisches Sprechen schürt Angst und grenzt aus.

3. Dagegen reden: Wir dürfen nicht schweigen, sondern können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, um Minderheiten zu schützen.

4. Weltoffen und friedlich: Lassen Sie uns gemeinsam mit allen Nationalitäten und  Glaubensgemeinschaften fĂĽr eine weltoffene und friedliche Gesellschaft eintreten.

5. Jeder Einzelne zählt: Jedes einzelne Engagement gegen Rechtsextremismus trägt zur Stärkung einer demokratischen Kultur bei. Seien Sie daher selbst aktiv!

6. Engagement stĂĽtzen: Schluss mit den Ăśbergriffen und groben Beleidigungen – gerade auch durch rohe Sprache und Videoclips im Internet gegenĂĽber Personen, die sich gesellschaftlich engagieren.

7. Schutz vor Waffengewalt: Der Umgang mit Waffen muss durchrigorose Anwendung bestehender Gesetze und Regelungen besser kontrolliert und stärker eingeschränkt werden.

8. Mehr Beratung und politische Bildung: Mehr Geld fĂĽr Beratung und
politische Bildung und Fortbildung gegen Rechtsextremismus – auch vor Ort.

9. Keinen Schritt nach rechts: Mit Demokratiefeinden darf es keine Kooperation geben – nicht im Bund, nicht in den Ländern und nicht auf kommunaler Ebene!

10. Gemeinsam entschieden handeln: Gegen die Feinde der Demokratie und fĂĽr den Zusammenhalt unserer Gesellschaft mĂĽssen alle Demokratinnen und Demokraten gemeinsam eintreten und entschieden handeln.

BĂĽndnis BUNT STATT BRAUN HAMELN-PYRMONT
Silvia BĂĽthe; Volker Eggers; Peter Kurbjuweit;