„Ich kann dich gar nicht sehen“,  schallt es aus der Lkw-Kabine, in der gerade eine FĂŒnftklĂ€sslerin sitzt. Sie versucht ihre Freundin zu erspĂ€hen, doch sie steht im toten Winkel. Am heutigen Vormittag bekamen die Kinder der fĂŒnften und sechsten Klassen der Theodor-Heuss-Realschule verdeutlicht, wie gefĂ€hrlich der tote Winkel ist, besonders in Verbindung mit einem Lkw.

Die Hamelner Polizei organisierte gemeinsam mit der Dekra und der Realschule diese PrĂ€ventionsveranstaltung am heutigen Mittwoch, 19. Juni. Die Firma Helmecke stellte einen Lkw zur VerfĂŒgung, in den sich die Kinder setzen konnten, um einen Eindruck zu bekommen, wie viel der Fahrer ĂŒberhaupt sehen kann oder eben nicht. Schon alleine das Sitzen in einem Lkw war fĂŒr die SchĂŒler ein Highlight, doch auch der tote Winkel sorgte fĂŒr Verwunderung und brachte die Kinder zum Nachdenken.

PrÀvention Verkehr Toter Winkel
Die SchĂŒler druften selbst auf den Lkw steigen. Foto: BrĂŒmmer

Auf dem Schulhof bekamen die insgesamt sieben Klassen nacheinander die Gefahren des toten Winkels von Verkehrssicherheitsberaterin Simone Kalmbach und Mathias Bartsch von Dekra gezeigt. „Wir haben uns fĂŒr den LKW entschieden, da dieser eine noch grĂ¶ĂŸere Gefahr als ein Auto birgt und in ein Auto können sich die Kinder ja auch Zuhause setzen“, erklĂ€rt Kalmbach. „Sie können sich dann im Straßenverkehr besser vorstellen, dass der Lastwagenfahrer sie eventuell gar nicht sehen kann und es sicherer ist, auf seine eigene Vorfahrt zu verzichten“, ergĂ€nzt sie.

Radfahrer und FußgĂ€nger mĂŒssen wissen, dass sie möglicherweise nicht gesehen werden, um schreckliche UnfĂ€lle zu vermeiden. Im Zweifel lieber stehen bleiben und sich doppelt versichern. Man sollte zudem auch nicht im toten Winkel warten, sondern möglichst vor oder hinter dem Fahrzeug.
(lbr)