Glyphosat und Co. verboten: Rat bringt Blühpflanzen-Programm auf den Weg

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Biene auf Blume
Insekten sind wichtig für unser Ökosystem. Foto: Pxabay

In der gestrigen Sitzung des Hamelner Rates brachten die Politiker ein Blühplanzen-Programm auf den Weg, welches die biologische Vielfalt und besonders die Insekten fördern soll. Es sollen ausreichend blühende Flächen geschaffen werden um das Leben von Bienen, Hummeln und anderen Insekten zu sichern.

Über einen Punkt in diesem Antrag waren sich die Politiker jedoch nicht einig: Die Grünen stellten einen Ergänzungsantrag zu diesem Programm. „In neu abzuschließenden Pachtverträgen wird ein Verbot des Einsatzes von Totalherbiziden wie Glyphosat und von Neonikotinoiden aufgenommen. Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen nicht angebaut werden. Darüber hinaus soll die Anlage von ausreichend Blühstreifen vereinbart werden“, heißt es im Ergänzungsantrag.

Im Umweltausschuss am Dienstag wurde diesem zugestimmt, doch der Verwaltungsausschuss vom Mittwoch gab diese Ergänzung zur erneuten Beratung in den jeweiligen Ausschuss zurück. Doch bei der Ratssitzung kam diese Ergänzung wieder auf den Tisch und wurde mit einer Mehrheit von 21 Ja-Stimmen zu 18 Nein-Stimmen beschlossen. Eine langwierige und sprunghafte Diskussion ging dieser Entscheidung voraus.

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Mitglieder der SPD positionierten sich in der Debatte zunächst gegen die Ergänzung der Grünen, doch stimmten am Ende doch geschlossen für den Ergänzungsantrag. Die Fraktion der CDU/DU sowie die Mitte stimmten gegen die Ergänzung, sprachen sich jedoch für die restlichen Punkte des Programms aus. Die FDP stimmte gänzlich gegen den Antrag, da dieser ihnen nicht weitreichend genug sei.

(lbr)