In der gestrigen Sitzung des Hamelner Rates brachten die Politiker ein BlĂŒhplanzen-Programm auf den Weg, welches die biologische Vielfalt und besonders die Insekten fördern soll. Es sollen ausreichend blĂŒhende FlĂ€chen geschaffen werden um das Leben von Bienen, Hummeln und anderen Insekten zu sichern.

Über einen Punkt in diesem Antrag waren sich die Politiker jedoch nicht einig: Die GrĂŒnen stellten einen ErgĂ€nzungsantrag zu diesem Programm. „In neu abzuschließenden PachtvertrĂ€gen wird ein Verbot des Einsatzes von Totalherbiziden wie Glyphosat und von Neonikotinoiden aufgenommen. Gentechnisch verĂ€nderte Pflanzen dĂŒrfen nicht angebaut werden. DarĂŒber hinaus soll die Anlage von ausreichend BlĂŒhstreifen vereinbart werden“, heißt es im ErgĂ€nzungsantrag.

Im Umweltausschuss am Dienstag wurde diesem zugestimmt, doch der Verwaltungsausschuss vom Mittwoch gab diese ErgĂ€nzung zur erneuten Beratung in den jeweiligen Ausschuss zurĂŒck. Doch bei der Ratssitzung kam diese ErgĂ€nzung wieder auf den Tisch und wurde mit einer Mehrheit von 21 Ja-Stimmen zu 18 Nein-Stimmen beschlossen. Eine langwierige und sprunghafte Diskussion ging dieser Entscheidung voraus.

Mitglieder der SPD positionierten sich in der Debatte zunĂ€chst gegen die ErgĂ€nzung der GrĂŒnen, doch stimmten am Ende doch geschlossen fĂŒr den ErgĂ€nzungsantrag. Die Fraktion der CDU/DU sowie die Mitte stimmten gegen die ErgĂ€nzung, sprachen sich jedoch fĂŒr die restlichen Punkte des Programms aus. Die FDP stimmte gĂ€nzlich gegen den Antrag, da dieser ihnen nicht weitreichend genug sei.

(lbr)