Wie kann sich die Stadt entwickeln?

Zur Beantwortung dieser Frage wurde das ISEK 2030 ins Leben gerufen. An diesem Zukunftsprojekt beteiligten sich zahlreiche Bürger. Nun wurden den Mitgliedern des Hamelner Rates die ersten Projektvorschläge des ISEK 2030 vorgestellt, wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt. Außerdem wurde einem Leitbild für Hameln im Jahr 2030 zugestimmt.

Visionen für Hamelns Zukunft gibt es viele, einige wirken dabei greifbarer, andere in weiterer Ferne. Eine könnte so aussehen: Hameln im Jahr 2030. Auf Straßen, die ausschließlich Fahrradfahrern vorbehalten sind, gelangt man innerhalb weniger Minuten gefahrenfrei aus allen Ortsteilen in die Altstadt und zum Bahnhof – grüne Welle inklusive. 70 Jahre nach Beginn der Altstadtsanierung gibt es im Herzen Hamelns noch immer jahrhundertealte Baudenkmäler zu bestaunen, Zeugen längst vergangener Zeiten und Baustile, liebevoll restauriert und modernisiert – junge Familien leben dort klimaneutral, stromsparend, nachhaltig und füllen das einst angeschlagene Fachwerk mit Leben.

Fest steht: Für vieles von dem, was unser Leben in zehn Jahren bestimmen wird, muss heute oder in naher Zukunft der Grundstein gelegt werden. Wie wir in Zukunft – auch miteinander – leben wollen, entscheidet sich heute.

Aus diesem Grund wurde das ISEK 2030 aus der Taufe gehoben: ISEK steht für “Integriertes städtisches Entwicklungs- und Wachstumskonzept”, was bedeutet, dass Fachleute der Hamelner Stadtverwaltung gemeinsam mit Experten konkrete Projekte für Hamelns Zukunft formulieren und entwickeln. Darunter beispielsweise „Wie kann ein sinn- und maßvoller sozialer Wohnungsbau gelingen?“, „Wie kann Ungleichheit entgegengewirkt werden?“, „Wie können alle Bürger mit schnellem Internet versorgt werden?“ oder „Wie ist das alles mit einem nachhaltigen Lebensstil vereinbar?“

Erste Vorschläge und Leitbild

Mehrere tausend Bürger hatten bis 2017 im Rahmen des Zukunftsprojekts Hameln2030 mit diesen Fragen beschäftigt. Nun konnte, wie es aus dem Rathaus heißt, ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden: Erste Projektvorschläge des ISEK 2030 wurden den Mitgliedern des Rates vorgestellt. Diese haben die Gelegenheit genutzt, erste Prioritäten zu setzen und Hinweise zur Umsetzung zu geben.

Die Ratsmitglieder haben auch dem Leitbild für Hameln im Jahr 2030 zugestimmt: „Weserstadt Hameln – lebendig und offen für Mensch, Natur und Kultur“. Darin festgeschrieben sind Ziele wie “Hameln bietet attraktiven und bezahlbaren Wohnraum, forciert den klimaneutralen Stadtumbau und wird das klimaneutrale Zentrum des Weserberglandes, bietet Alternativen zum Auto”.

Die Ergebnisse des Projektrundganges mit den Vertretern der Politik werden nun in enger Abstimmung zwischen Rat und Rathaus weiterentwickelt. Bis zum Sommer soll die Arbeit am städtischen Entwicklungs- und Wachstumskonzept abgeschlossen sein. (red)