HSW-Studenten arbeiten wieder für die Gesundheitsregion

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Hameln-Pyrmont HSW Projekt
Zwei Gruppen arbeiten an dem Projekt. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Auch in diesem Jahr arbeiten Studierende der Hochschule Weserbergland an Projekten der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont. In diesem Zusammenhang wurde eine Machbarkeitsanalyse eines kommunal geführten Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Beispiel Salzhemmendorf sowie die Entwicklung eines Marketingkonzeptes für die Gesundheitsregion in Auftrag gegeben. Der Startschuss für beide Projekte fiel am Mittwoch im Hamelner Kreishaus.

Die Machbarkeitsanalyse ist ein weiterer Schritt im Projekt „Praxis in Sicht“, das die ärztliche Versorgung in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg sicherstellen will. „Im letzten Jahr fanden Studierende heraus, dass niedergelassene Ärzte mit ihrem Beruf und ihrem Leben in beiden Landkreisen sehr zufrieden sind, es allerdings neue Arbeitsmodelle braucht, um auch den Anforderungen der neuen Generation an Ärzten gerecht zu werden“ erklärt Jacqueline Günther, Koordinatorin der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont. Ein Lösungsvorschlag, den die Studierenden entwickelten, war, kommunale Gemeinschaftspraxen zu gründen. Auf Basis dieses Ergebnisses soll nun herausgefunden werden, ob ein kommunales MVZ im Landkreis Hameln-Pyrmont umsetzbar ist. Medizinische Versorgungszentren sind Einrichtungen, in denen Ärzte gleicher oder unterschiedlicher Fachrichtungen unter einem Dach zusammenarbeiten. Bisher gibt es deutschlandweit nur 4 MVZ in kommunaler Trägerschaft. Wie kann eine schrittweise Umsetzung gestaltet und wie eine effektive Versorgung organisiert werden? Sieben Studierende der dualen Studiengänge werden sich ab sofort mit diesen Fragestellungen befassen.

Die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont kann bereits ein großes träger- und sektorenübergreifendes Netzwerk von Fachakteuren des Gesundheitswesens aufweisen und führt landkreisübergreifende Projekte, wie Praxis in Sicht, durch. Dennoch sind die verschiedenen Aktivitäten noch längst nicht überall bei den Menschen im Landkreis bekannt. Daher wurde das zweite Projekt, die Erstellung eines Marketingkonzeptes für die Gesundheitsregion, in Auftrag gegeben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem Social-Media-Plan,  doch auch andere Wege der Informationsvermittlung sollen unter Berücksichtigung der Zielgruppen betrachtet werden.   „Welche Medien für welchen Personenkreis geeignet sind?“ und „wie diese entsprechend gestaltet werden müssen“ gehören zu den Fragen, denen sich neun Studierende der berufsbegleitenden Studiengänge jetzt  widmen werden.

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„Die Ergebnisse der Machbarkeitsanalyse werden Ende März 2020 vorgestellt, die Ergebnisse des Marketingkonzeptes werden bereits für Dezember 2019 erwartet“, so Günther abschließend.

(red)