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Expertentipp: „Radwechsel selber machen oder vom Profi machen lassen“

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Expertentipp
Jörn Tacke, Ihr Experte in Sachen Reifen. Foto: privat

Zugegeben: Damals – als ich mal jung war – hat fast jeder seine Räder selbst umgesteckt. Ich auch. Mit dem Scherenwagenheber, Radkreuz und guter Laune. Runderneuerte Winterreifen waren damals üblich – das ist lange her. Hat immer funktioniert.

Heute sprechen wir über Herstellervorgaben beim Radwechsel, Verbundbremsscheiben, verschiedene Radschrauben, Zentrierringe, UHP-Reifen, Reifendruckkontrollsysteme und so weiter.

Der Radwechsel fängt schon mit einer guten Vorbereitung an. Die Beurteilung der Reifen und Felgen – ist das alles in Ordnung? Ist – bei einem Zubehörrad – das eventuell erforderliche richtige Anbaumaterial da, vollständig und gut? Beim Aufbocken – wo setze ich den Heber an? Die Schrauben sind raus, das Rad geht aber nicht ab – und nun? Die Naben sind „gammelig“ – wie reinigen? Nehme ich für die Schrauben oder Nabe Pasten oder lieber doch keine? In welcher Reihenfolge und mit welchen Drehmomenten ziehe ich die Schrauben an, habe ich eigentlich einen Drehmomentschlüssel?!? … und so weiter …

Der Profi in der Kfz-Werkstatt kennt die Antworten und macht den Radwechsel sach- und fachgerecht in wenigen Minuten – so wie er sein muss. Dazu beurteilt er sicher beide Radsätze vor dem Umstecken und schaut während des Umsteckens auch mal über die Bremse, Federn und Dämpfer. Auch das RDKS (falls vorhanden) wird wieder angelernt.

Im Idealfall lagert die Werkstatt auch die Räder gegen Gebühr ein, wäscht die Räder und wuchtet sie aus.

Das sollte einem sicherheitsbewussten Kraftfahrer schon mal was wert sein.

Nun, Autos sind heutzutage schnell, sensibel in der Handhabung und Wartung, jeder kleine Fehler kann fatale Auswirkungen haben.

Mein Tipp: Den Radwechsel fachmännisch durchführen lassen.

Jörn Tacke,
Inhaber des Fahrzeug-Center Janke