Er gilt als berĂŒhmtester Spion der Welt: James Bond, Agent 007 im Geheimdienst Ihrer MajestĂ€t und ausgestattet mit der „Lizenz zum Töten“. Sein neuestes Leinwand-Abenteuer steht bevor, die Dreharbeiten zu „Bond 25“ (so der bisherige Arbeitstitel) laufen bereits – Anlass fĂŒr das Museum Hameln, dem Agenten eine Sonderausstellung zu widmen.

Über 50 Jahre Kinogeschichte mit sechs verschiedenen Hauptdarstellern ließen die Abenteuer des britischen Geheimagenten zu einer der erfolgreichsten Filmserien ĂŒberhaupt werden. Mit einem GespĂŒr fĂŒr Trends und Zeitgeist gelang den Produzenten dabei das KunststĂŒck, ihren Titelhelden immer wieder neu zu erfinden und gleichzeitig der Marke James Bond treu zu bleiben. „Dass es nicht nur ein unterhaltsames, sondern auch vielschichtiges Thema ist, zeigt nicht zuletzt die immense Anzahl an Veröffentlichungen ĂŒber James Bond aus unterschiedlichen Fachrichtungen“, sagt Museumsleiter Stefan Daberkow.

FĂŒr die Hamelner Ausstellung wurde – nicht zufĂ€llig mit Blick auf die weltweit berĂŒhmte Sage vom RattenfĂ€nger – das Thema VerfĂŒhrung als Leitmotiv ausgewĂ€hlt. „Wir werden natĂŒrlich keine Analogien zwischen James Bond und dem RattenfĂ€nger konstruieren“, so Daberkow. „Aber es ist spannend, das PhĂ€nomen James Bond mit einem solchen Fokus zu betrachten: Der unwiderstehliche Superheld, die ‚Bond-Girls‘ und die von Macht und Gier getriebenen Schurken – sie alle erliegen den Mechanismen der VerfĂŒhrung ebenso wie der Zuschauer, dem die Filme mit ihrer luxuriösen Ausstattung, exotischen SchauplĂ€tzen und innovativer Technik ein Leinwald-Erlebnis der Extraklasse versprechen.“

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit Dr. Siegfried Tesche, Hochschuldozent und Journalist mit dem Schwerpunkt Film. Fans der Filmserie kennen ihn als Autor mehrerer Standardwerke ĂŒber James Bond und einen der fĂŒhrenden Bond-Experten im deutschsprachigen Raum. FĂŒr die Hamelner Ausstellung stellt er einige der schönsten Objekte seiner einzigartigen James Bond-Sammlung zur VerfĂŒgung, darunter zahlreiche originale Requisiten, DrehbĂŒcher, Storyboards und KostĂŒme.

FĂŒr die Ausstellungseröffnung am 11. Juni konnte das Museum zudem einen prominenten Gast gewinnen, den Schauspieler Ludger Pistor. Er verkörperte unterschiedlichste Rollen in Spielfilmen und Fernsehserien („Tatort“, „Balko“, „Lola rennt“) und wirkte in internationalen Großproduktionen wie Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ oder Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ mit. Im James Bond-Film „Casino Royale“ spielte er 2006 den Schweizer Bankier Mendel.

Die Ausstellung wird im Museum Hameln vom 12. Juni 2019 bis zum 10. Mai 2020 zu sehen sein.

(red)