Hameln (ww). Wer ist beim Spaziergang nicht schon einmal mit den nagelneuen Schuhen in einen Hundehaufen getreten? Wer musste seinen Kindern noch nicht erklären, dass mit den achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen auf dem Gehweg nicht gespielt werden sollte? Und wer musste beim Entsorgen von Altglas nicht schon einmal Berge von Sperrmüll überwinden?

„Bleib sauber, Hameln!“ ist der Name einer privaten Initiative, die nun für genau diese Probleme sensibilisieren möchte. Die Stadt Hameln unterstützt die Aktion.

Ideengeberin Diana Repenning sei schon seit längerer Zeit aufgefallen, dass sich der Frust über Hamelns „Schmuddelecken“ in den Sozialen Netzwerken häuft. „Ich wollte mehr bewegen, als nur zu nölen“, sagt Repenning, und gründete vor einem Jahr die Facebook-Gruppe „VBH“, eine Abkürzung für: Verantwortungsbewusste Hamelner. Dort waren sich alle Beteiligten schnell einig: Es muss was passieren! Großformatige Plakate, Aufkleber auf Altglascontainern, Schilder vor Containerstandorten, Informationen zur korrekten Mülltrennung, vielleicht sogar in allen in Hameln gesprochenen Sprachen? Warum nicht groß denken?

40 Plakate hängen in der Stadt.
Foto: Stadt Hameln

Im vergangenen Herbst stellte die gebürtige Hamelnerin ihre ambitionierten Ideen Vertretern der Stadt vor, nun folgt der erste Streich: Im gesamten Stadtgebiet prangt nun die Aufforderung „Bleib sauber, Hameln!“ von insgesamt 40 Werbetafeln und Litfaßsäulen, die Botschaft ist eindeutig: Nur, wenn jeder seinen Beitrag leistet, können alle von einer sauberen Stadt ohne herumfliegenden Müll, Glassplitter, Zigarettenkippen und Hundehaufen profitieren.

Nach und nach soll die Aktion nun erweitert, sollen weitere Akteure beteiligt werden. Immer mit dem Ziel vor Augen, möglichst weite Teile der Bevölkerung zu sensibilisieren. Denn: Jedes Stück Müll, das jemand nachlässig liegen lässt oder illegal „entsorgt“, wird für jemand anderen zum Problem – und damit für uns alle. Sei es nun für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt, die den Müll auf Kosten der Steuerzahler in mühevoller Kleinarbeit entsorgen müssen, oder weil Natur und Grundwasser belastet werden.

„Beschwerden bei der Stadt über wilden Müll bekommen wir täglich“, sagt Oberbürgermeister Claudio Griese. „Dass aber tatsächlich jemand die Initiative ergreift und anpackt, das erleben wir selten.“ Sehr gern unterstützt Griese deshalb die Aktion „Bleib sauber, Hameln!“.