Die Kindertagesstätten in Hameln bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Seit Freitag, 8. Mai, gibt es eine neue Verordnung der Landesregierung, in der geregelt ist, welche Kinder Anspruch auf die Notbetreuung haben.

Wie die Stadt Hameln mitteilt, ist die Notbetreuung für Kinder gedacht,

  • bei denen mindestens ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist
    oder
  • bei denen ein Unterstützungsbedarf, insbesondere ein Sprachförderbedarf, besteht.
  • Auch für Kinder, die zum kommenden Schuljahr schulpflichtig werden
    oder
  • in besonderen Härtefällen können die Eltern einen Antrag auf Notbetreuung stellen.

Der Antrag muss ab sofort nicht mehr beim Landkreis sondern direkt bei der Leitung des entsprechenden Kindergartens gestellt werden.

In den Kitas müssen die erweiterten Hygienestandards eingehalten werden. Dazu zählt auch, dass nur bis zu 13 Kinder über drei Jahren gemeinsam betreut werden können. In Krippengruppen können bis zu acht Kinder betreut werden, in Gruppen für Schulkinder bis zu zehn Kinder.

“Die Vorgaben des Landes sehen vor, dass die Betreuungskräfte nicht in mehreren Gruppen eingesetzt werden können”, heißt es aus dem Rathaus. Dies schränke die Anzahl der Gruppen erheblich ein.

Laut jetzigem Stand sei beabsichtigt, dass die Notbetreuung zum 1. August ausläuft und dann, mit Beginn des neuen Kita-Jahres, wieder der Regelbetrieb startet.

Die Stadt bittet darum, die Betreuungszeit der Kinder auf das absolut notwendige Maß zu beschränken. Die Eltern sollen zudem darauf achten, dass Kinder in der Notbetreuung die weiteren sozialen Kontakte beschränken. So können die Erzieher und auch weitere Kinder in der Notbetreuung besser geschützt werden.

Seit Montag, 11. Mai, kann die Notbetreuung schrittweise auf eine Quote von 50 Prozent erhöht werden. “Dieses Hochfahren kann nicht über Nacht geschehen. Neben der Umsetzung der notwendigen Hygienevorgaben bedeutet dies, dass in den Kindertagesstätten der Betrieb vorbereitet werden muss. Es müssen unter den neuen Rahmenbedingungen vor Ort konkrete Überlegungen angestellt werden, wie der Betrieb organisiert wird, sodass das hohe Gut des Infektionsschutzes gewahrt bleibt”, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der Stadt Hameln unter „Corona-Virus: Alles auf einen Blick“. (red)