Nach den aktuellen Planungen des Landes Niedersachsen sollen in Niedersachsen bis zu 60 Impfzentren eingerichtet werden. Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont ist nach jetzigem Planungsstand ein Impfzentrum vorgesehen. Die Kreisverwaltung Hameln-Pyrmont hat dem Land Niedersachsen vorgeschlagen, das fĂŒr Hameln-Pyrmont zu planende Impfzentrum in den leerstehenden GebĂ€uden auf dem GelĂ€nde des Gundolph-Parks am Reimerdeskamp in Hameln einzurichten. Die Impfzentren mĂŒssen laut einer Vereinbarung von Bund und LĂ€ndern ab 15. Dezember 2020 betriebsbereit sein.

Das Land Niedersachsen hatte die unteren Katastrophenschutzbehörden aufgefordert, dem Innenministerium bis zum 30.November 2020 VorschlÀge zu unterbreiten, wo die Impfzentren eingerichtet werden können.

Somit wurden innerhalb kĂŒrzester Zeit mehrere Objekte begutachtet und anhand von 24 unterschiedlichen Kriterien bewertet. Diese Kriterien ergaben sich im Wesentlichen durch Vorgaben des Landes fĂŒr die Einrichtung und den Betrieb von Impfzentren. So waren etwa die GrĂ¶ĂŸe, die Erreichbarkeit, die Barrierefreiheit, die Ausstattung und die Möglichkeit der Inbetriebnahme zum 15. Dezember bei der Standortsuche zu berĂŒcksichtigen. Aber auch wirtschaftliche Aspekte durften nicht unberĂŒcksichtigt bleiben.

Neben den sonstigen Kriterien lag die besondere Herausforderung in dem engen Zeitfenster. Der Landkreis hat bei der Objektauswahl bewusst darauf verzichtet, auch von Schulen genutzte Sporthallen in den Blick zu nehmen. Weil die Impfzentren auf jeden Fall bis Mitte 2021, eventuell sogar deutlich darĂŒber hinaus, vorgehalten werden mĂŒssen, hĂ€tte eine Sporthalle auf lange Zeit nicht mehr zur VerfĂŒgung gestanden, was zu einer langfristigen EinschrĂ€nkung des Sportunterrichtes fĂŒhren wĂŒrde.

Im Ergebnis kristallisierten sich schließlich die GebĂ€ude auf dem ehemaligen BritengelĂ€nde als Favorit heraus. Ausschlaggebend waren hier die Aspekte der ausreichenden GrĂ¶ĂŸe, die schnelle und dauerhafte VerfĂŒgbarkeit, die guten Möglichkeiten der GelĂ€ndesicherung, die Barrierefreiheit, die in Bezug auf das Kreisgebiet zentrale Lage, die ausreichende Zahl an ParkplĂ€tzen sowie die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr.

Auch die Aussicht, wonach das GelĂ€nde und die darauf befindlichen GebĂ€ude, die derzeit im Besitz der Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BImA) sind, fĂŒr den Betrieb der Impfstation voraussichtlich mietzinsfrei und unter der Übernahme der Kosten der Erstherrichtung zur VerfĂŒgung gestellt werden sollen, hat sich positiv auf die Entscheidung ausgewirkt.

Das GelĂ€nde sowie die RĂ€umlichkeiten bieten aufgrund der GrĂ¶ĂŸe darĂŒber hinaus die Möglichkeit, kĂŒnftig die Teststation und das Impfzentrum an einem gemeinsamen Ort vorzuhalten.

Neben den Impfzentren wird es auch mobile Impfteams geben, die die Impfberechtigten etwa in Alten- und Pflegeheimen aufsuchen und dann dort impfen.