Vergangenes Wochenende wurden die Uhren in Hameln wieder zurĂŒckgedreht in Richtung Mittelalter. Mit der Mystica Hamelon begann traditionell die Freiluft-Saison fĂŒr Fans des Genres. Die Besucher kamen in Scharen, doch der verregnete Freitag verhinderte Rekordzahlen.

Entlang der Festmeile vom MĂŒnsterkirchhof durch die BĂ€ckerstraße rund um die Marktkirche Richtung Osterstraße warteten 150 HĂ€ndler mit ihren StĂ€nden auf KĂ€ufer oder Genussfreudige. Von historisch nachempfundener Kleidung ĂŒber Felle bis hin zu Pfeifen, Trinkhörner und Töpferwaren, Seifen, Schmuck und Schmiedeerzeugnisse reichte das Angebot. Deftige Speisen und SĂŒĂŸes stĂ€rkten fĂŒr den Rundgang.

Ein Wiedersehen gab es mit den Spielleuten von Comes Vagantes und den FeuerkĂŒnstlern ChĆŻdadlo. Neu in Hameln, aber vom MPS bekannt, besuchte „Die Heilige Dreischeußlichkeit“ zum ersten Mal die Mystica als komplettes Team. Bei den flotten SprĂŒchen von „Bruder Rectus“, dem „Tod“ und dem „hĂ€sslichen Hans“ konnte herzhaft gelacht werden. Neben den gebuchten StelzenkĂŒnstlern, Gauklern und Musikern waren, besonders am Sonnabend, zahllose fantasievoll gewandete Besucher in der Marktmeile vor den historischen HĂ€usern der Altstadt unterwegs. Mehrere KleinbĂŒhnen luden mit kurzweiligen Alleinunterhaltern zum Verweilen ein.

Als Veranstaltungsnadelöhr erwies sich der verengte Teil der BĂ€ckerstraße, wo zeitweilig schlechtes Durchkommen mit Kinderwagen war. Der verkaufsoffene Sonntag belebte die Stadt noch einmal, doch mit Ladenschluss um 18 Uhr verschwanden die Menschenmengen sehr schnell. Die Bilanz der Mystica Hamelon schloss angesichts des mauen Freitag mit unter 100.000 Besuchern ab.