Für die geplante Südumgehung Hameln (B1) wurde eine neue Trassenführung im Bereich des Gewerbegebietes an der Werftstraße festgelegt. Dies teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln mit.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss vom 31. Mai 2012 für nicht vollziehbar erklärt hatte, wurde unter anderem die Trassenführung im Bereich der Fluthamel zwischen der Kuhlmannstraße und dem Weservorland neu geplant. Verschiedene Varianten nördlich und südlich der Fluthamel wurden untersucht. Die betroffenen Gewerbebetriebe wurden nach Angaben der Behörde eng in die Planung mit einbezogen.

Das Ergebnis der Untersuchungen wurde Ende letzten Jahres dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgestellt. Die neue Trasse kreuzt die Kuhlmannstraße und wird dann parallel zur Werftstraße geführt, bevor sie in die alte Linie einschwenkt. Die betroffenen Gewerbebetriebe wurden am Mittwoch, 12. Februar, über das Ergebnis der Variantenuntersuchung informiert.

Die gefundene Linie soll jetzt weiterverfolgt und im Detail ausgearbeitet werden. Ziel sei, die Planungen Ende nächsten Jahres dem BMVI zur Genehmigung vorzulegen. Anschließend erfolgt das Planfeststellungsverfahren.

Politiker begrüßen Trassenfestlegung

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps begrüßt Trassenfestlegung, denn damit können nun die Vorplanungen für die Südumgehung begonnen werden. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps lobt deshalb auch die Verhandlungen der Behörde mit den anliegenden Gewerbebetrieben. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass mit dem Genehmigungs -und Planfestellungsverfahren im kommenden Jahr der Baubeginn dieser so wichtigen Umgehung für Hameln näher rückt. Der Bund hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen, indem er die Südumgehung Hameln mit einem Volumen von 121,4 Millionen Euro im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verankert hat. Mein Dank gilt auch den anliegenden Unternehmen, deren kooperatives Verhalten die heute veröffentlichte Trassenführung erst möglich macht“, so der Abgeordnete.

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Adomat ist hoch erfreut über die aktuelle Entwicklung: „Hamelns Straßen brauchen dringend eine Entlastung in den Stoßzeiten. Wenn Verkehr fließt und nicht steht, nur dann kann auch der ÖPNV eine echte Alternative für unsere Bürger sein.”

(red)