Mehr als 20 ReinigungskrÀfte versammelten sich vor dem Sana-Klinikum um am heutigen Mittwoch in den Warnstreik zu ziehen.

Die Arbeitsniederlegung ist Teil einer bundesweiten Streik-Welle in der GebĂ€udereinigung. Dazu aufgerufen hat die GebĂ€udereiniger-Gewerkschaft IG BAU. Sie reagiere damit auf die KĂŒndigung des Rahmentarifvertrags durch die Arbeitgeber der Reinigungsbranche und fordern beispielsweise einen Überstundenzuschlag fĂŒr TeilzeitkrĂ€fte, mehr Urlaub und Weihnachtsgeld. Viele Unternehmen sollen zudem versucht haben, nach Auflösung des Rahmentarifvertrages die Löhne zu drĂŒcken.

FĂŒr zwei bis drei Stunden haben die ReinigungskrĂ€fte heute ihre Arbeit im Sana-Klinikum niedergelegt. „Auf der Intensivstation und im OP lĂ€uft alles normal weiter“, erzĂ€hlt eine Streikende. Man wolle natĂŒrlich keine Leben gefĂ€hrden. Auch die Isolierzimmer wurden vor dem Streik geputzt. Doch sollte es in der nĂ€chsten Verhandlungsrunde am 30. September keine Einigung geben, könne es zu einer Urabstimmung und somit zu einem lĂ€ngeren Streik kommen. Das wĂŒrde durchaus zu grĂ¶ĂŸeren Problemen fĂŒr das Krankenhaus fĂŒhren. „Dann mĂŒsse man ĂŒber eine Notfallbesatzung sprechen“, erklĂ€rt Frank Duensing, GewerkschaftssekretĂ€r der IG Bau in der Region Niedersachsen.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont war es der einzige Streik der ReinigungskrÀfte, doch auch am Flughafen Hannover, an Schulen in Celle und weiteren KrankenhÀusern wurde die Arbeit bereits niedergelegt. Auch in den nÀchsten Tagen soll es weitere Streiks an verschiedenen Orten im Bund geben. (lbr)