Solidarisch shoppen, damit es weitergeht

Das neuartige Coronavirus (COVID-19) stellt das soziale Leben der Menschen auf den Kopf. Auch in Hameln sind die Straßen wie leer gefegt. Besonders hart trifft das die heimischen Unternehmen, die jetzt auf die Solidarität der Kunden angewiesen sind.

Während der Online-Handel der Versandriesen boomt, kämpfen lokale Geschäfte um ihr Überleben. Dabei entstehen die kreativsten Lösungen, wie Produkte und Speisen trotz Krise an den Kunden kommen. Nicht jedes Geschäft hat einen Online-Shop und so behilft man sich mit Videoshopping, virtuellen Ladenrundgängen, dem guten alten Telefon bis hin zum Lieferservice vor die Haustür.

Der Hamelner Stadtmarketing-Verein und die HMT haben dazu eine Online-Seite unter www.kauf-in-hameln.de erstellt. Hier finden sich bereits mehr als 50 Geschäfte der Rattenfängerstadt, die ihre Kunden weiterhin versorgen und einen Versand anbieten. Auch die Instagram- und Facebook-Seiten sind gelistet. „Es ist jetzt entscheidend, dass wir nicht weiterhin gedankenlos die Online-Riesen füttern, lasst uns nicht einfach dabei zusehen, wie unsere Geschäfte und Restaurants zugrunde gehen“, appelliert Stadtmanager Dennis Andres.

Bei diesem Angebot gehe es nicht darum, einen Hochglanz-Webauftritt zu organisieren, sondern schnelle Hilfe zu leisten. „Jetzt kommt es auf die Solidarität der Bürger an, damit wir es nach der Krise nicht bereuen und auch weiterhin einen entspannten Einkaufsbummel durch Hameln genießen können“, betont der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins Frank-Borris Baum.

Das Angebot richtet sich vor allen an Menschen aus der Region, die sich solidarisch zeigen möchten. Bereits der Kauf eines Gutscheins, der erst nach der Krise eingelöst wird, hilft Händlern und Gastronomen über die Runden zu kommen. (red)