Hameln. Seit vielen Jahren sind Kerstin Kuhlenkamp und der gebĂŒrtige Syrer Fahad Hudsch in der UnterstĂŒtzungsarbeit fĂŒr GeflĂŒchtete aktiv.

Knapp 5 Jahre lang boten sie ehrenamtlich ihre Hilfe auch im „UnterstĂŒtzungs- und ÜbersetzungsbĂŒro“ in der Hamelner Wendenstraße an und trafen sich mit Hilfesuchenden regelmĂ€ĂŸig am Freitagmorgen in der KreisgeschĂ€ftsstelle der GrĂŒnen. BĂŒndnis 90 / Die GrĂŒnen stellten die RĂ€umlichkeiten zur VerfĂŒgung „weil es einen sehr hohen Bedarf an Beratung und UnterstĂŒtzung gab, man fußlĂ€ufig alle wichtigen Anlaufstellen erreichen konnte und auch weil die Verwaltung hĂ€ufig mit der Vielzahl an Fragen und der Übersetzungsarbeit ĂŒberfordert war“, so der damalige Kreisvorsitzende der GrĂŒnen, Michael Maxein.

„Die beiden haben vielen Familien und hilfsbedĂŒrftigen Menschen in schwierigen und zum Teil existentiellen Lebenslagen engagiert weitergeholfen, sie begleitet und unterstĂŒtzt und dafĂŒr kann man als Gesellschaft nur dankbar sein“ ergĂ€nzt Britta Kellermann von den GrĂŒnen. Seit Mitte 2020 war das BĂŒro u.a. wegen der Corona-Auflagen nur noch gelegentlich besetzt. Aber auch die rĂŒcklĂ€ufige Zahl der Hilfesuchenden und die verĂ€nderte Nutzung der GrĂŒnen GeschĂ€ftsstelle hat nun dazu gefĂŒhrt, dass man das Angebot eingestellt hat. 

Maxein zieht ein positives Fazit: „Nur mit der Hilfe von ehrenamtlich Aktiven konnten wir die vergangenen und können wir die vor uns liegenden Herausforderungen bewĂ€ltigen. Das gilt fĂŒr ganz viele Bereiche. Politikerinnen und Politiker können lediglich versuchen, unterstĂŒtzende Rahmenbedingungen zu schaffen. Das erfordert ein besonderes GespĂŒr und den direkten Austausch mit den Menschen. Hier bleibt viel zu tun.“